Pokalverteidigung gelungen : St. Peter-Ording holt Zeitungspokal

Ein toller Wettkampf am Kaltenhörner Deich, doch leider fehlten die Zuschauer.
Ein toller Wettkampf am Kaltenhörner Deich, doch leider fehlten die Zuschauer.

Erfolgreich sicherte sich der Boßelverein St. Peter-Ording erneut den Zeitungsdpokal am Kaltenhörner Deich. Bei schönem Wetter waren 16 Boßelvereine am Start. Leider fehlten der Veranstaltrung die Zuschauer.

shz.de von
03. Mai 2015, 21:00 Uhr

Spannend war es gestern bis zum Schluss beim traditionellen Zeitungspokalboßeln der Männer am Maifeiertag. Was fehlte, waren die Zuschauer. Nur wenige schauten trotz Sonnenscheins vorbei. Amtsvorsteher Christian Marwig ließ es sich allerdings nicht nehmen, die Teams mit anzufeuern, ebenso der zweite Vorsitzende des Unterverbandes Norden im Verband Schleswig-Holsteinischer Boßler, Jan Nebbe.

Siegesschreie schallten schließlich über den Außendeich bei Kaltenhörn, als das Ergebnis nach fast sechs Stunden Kampf bei Sonnenschein aber kühlem Wind feststand. Erneut hatten die Akteure vom Boßelverein St. Peter-Ording den A-Pokal der Husumer Nachrichten erfolgreich verteidigt und damit gewonnen. Den B-Pokal heimsten die Aktiven vom Boßelverein Tating ein, den C-Pokal der Boßelverein Rödemis.

16 Vereine aus den Unterverbänden Norden und Eiderstedt hatten sich bereits in aller Frühe bei schönem Wetter und bester Stimmung getroffen. Nach Jahrzehnten konnte einmal wieder spontan eine Jugendmannschaft Eiderstedt gebildet werden. Am Deich – zur Seeseite hin – gingen die Boßler motiviert ans Werk. In Abständen von jeweils 50 Metern waren Messpunkte auf einer Länge von fast 800 Meter aufgestellt worden. Auf den rund 500 Meter langen Bahnen absolvierte jede Mannschaft fünf Feldkämpfe gegen die sechsköpfigen Teams der konkurrierenden Vereine. Begleitet wurden sie dabei von Schlachtenbummlern, Helfern und Fahnenweisern. Die feuerten die jeweilige Werfer lautstark an und schwenkten die Vereinsfahne, um die erhoffte Weite und Flugrichtung anzuzeigen.

Jubel, Applaus und anerkennende Bemerkungen waren der Lohn für gute Würfe. Natürlich gab es auch gut gemeinte Ratschläge, wie „pass auf Deinen Rücken auf“ oder „nimm den ganzen Körper mit“. Tatsächlich wird ja bei der nordfriesischen National-Sportart nicht nur mit dem Arm geworfen. Der gesamte Körper ist beteiligt. Schließlich wiegt die eiserne Boßelkugel ihre 500 Gramm. Da bedarf es schon regelmäßigen Trainings und einer guten Kondition. Mit einer Erinnerungsurkunde für jeden Verein und einem mehrfachen „Lüch op“ endete die Veranstaltung. Die Organisation und Verköstigung hatten diesmal die Akteure des Boßelvereins Tating übernommen. Der A-Pokal erstrahlte übrigens im neuen Glanz. Daniel Koch vom Boßelverein Koldenbüttel hatte ihn aufgearbeitet.

Die Ergebnisse: A-Pokal: 1. St. Peter-Ording (+ 168 Meter) 10 : 0 Punkte, 2. Koldenbüttel (+ 137,2) 8:2, 3. Simonsberg (-56) 6:4 Punkte, 4. Garding (+ 7,4) 4:6, 5. K-Bund (+15,30) 2:8, 6. Witzwort (- 271,90) 0:10; B-Pokal: 1. Tating (+ 21) 6:2, 2. Tönning (+ 41,6) 4:4, 3. Uelvesbüll (+ 16,10) 4:4, 4. Eiderbund (- 18,7) 4:4, 5. Tetenbüll (-60,6) 2:6; C-Pokal: 1. Rödemis (+22,3), 8:0, 2. Jugend Eiderstedt (+118), 6:2, 3. Oldenswort (- 83,50), 4:4, 4. Heverbund (- 58,5) 2:6, 5. Mildeburg (- 198), 0:8.







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