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Gemeinsam auf Tour : Sprung über die Sprachbarriere

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Deutsch-dänischer Austausch an der Theodor-Storm-Schule: Neun Gastschüler aus Kolding schnupperten Nordseeluft und lernten Nordfriesland und seine Besonderheiten kennen. Bald steht der Gegenbesuch auf dem Programm.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2013 | 07:00 Uhr

Bewährtes in Fortsetzung: Bereits zum 24. Mal gab es den Kolding-Austausch an der Theodor-Storm-Schule (TSS). Neun dänische Gastschüler des zwölften Jahrgangs und ihre betreuende Lehrkraft konnten in Husum zum Nordseeluft-Schnuppern begrüßt werden. Von Seiten der TSS nahmen zehn Schüler aus dem elften Jahrgang sowie zwei Lehrkräfte am Projekt teil. Es wurden diverse Fahrten unternommen, um den Gästen nordfriesisches Leben, Kultur und Landeskunde näherzubringen.

So ging es auch für einen Tagesausflug mit der Bahn nach Sylt. Kaum einer der jungen Schüler kannte die Insel und alle Teilnehmer waren gespannt, was sie dort erwarten würde. In Westerland angekommen, bestiegen sie den Linienbus nach List, um das Erlebnismuseum „Naturgewalten“ zu besuchen. Als der Bus die Friedrichstraße passierte, auf der ein Trödelmarkt stattfand, wären die Dänen am liebsten sofort ausgestiegen. „Shoppen“, soviel ist sicher, hat auch bei dänischen Jugendlichen Hochkonjunktur. In der Hoffnung, dass der Markt auch am Nachmittag noch geöffnet ist, ging die Fahrt jedoch weiter – die Gruppe war schließlich im Museum angemeldet.

Nach kurzer Einführung durch die Museumspädagogin machten sich die deutsch-dänischen Tandem-Paare mit einem Aufgabenbogen bewaffnet auf den Weg durch
die Ausstellungsräume – eine weitere Gelegenheit für den sprachlichen Austausch. Nach zweistündiger Beschäftigung mit den Themen Wattenmeer, Klima und Inselgeschichte wurden die Ergebnisse verglichen. Zu den gewonnenen Erkenntnissen gehörte unter anderem, dass es eine dänische Firma ist, die die jährlichen Sandvorspülungen an der Westseite Sylts durchführt. Nach dem Museumsbesuch war noch Zeit für einen Bummel durch List – und über die Westerländer Friedrichstraße. Diverse Einkäufe wurden getätigt, bevor es zeitig auf die Heimreise ging, denn der Tag sollte bei einem gemeinsamen Pizza-Essen ausklingen. Einen Wermutstropfen gab es dann doch noch: Der Trödelmarkt war schon verschwunden.

Zum Abschluss der spannenden Woche dann das Resümee: Sprachliche Barrieren brauchen etwas Zeit, Mut und Fehlertoleranz auf beiden Seiten, um abgebaut zu werden. Wenn das dann aber geschieht, macht Kommunikation in einer fremden Sprache viel Freude – und an witzigen Situationen mangelte es auch nicht: „Das ist totales Doof“ etwa war der Lieblingssatz eines dänischen Schülers, wenn ihm etwas nicht gefallen hatte. Darauf lässt sich doch wunderbar aufbauen. Nun freuen sich die Teilnehmer der TSS-Seite auf die Fortsetzung des Austauschs: Vom 21. bis 25. Oktober geht es zum Gegenbesuch nach Kolding.

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