Fusion vertagt : Sportvereine trennt noch zu viel

Der Vorstand um Lars Hoppe (Mitte) mit Werner Finnern (3. v. r.), der sich 27 Jahre lang um 'seine' RSV-Info verdient gemacht hat - und dafür jetzt mit der goldenen Ehrennadel und einem Präsentkorb belohnt wurde. Foto: hn
Der Vorstand um Lars Hoppe (Mitte) mit Werner Finnern (3. v. r.), der sich 27 Jahre lang um "seine" RSV-Info verdient gemacht hat - und dafür jetzt mit der goldenen Ehrennadel und einem Präsentkorb belohnt wurde. Foto: hn

Fusionsgespräche zwischen Rödemissern und benachbarter Spielvereinigung vorerst auf Eis gelegt / Bilanz, Wahlen und Ehrung beim RSV

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30. März 2013, 09:07 Uhr

Husum | Die Entscheidung über ein Zusammenschluss des Rödemisser Sportvereins (RSV) und der Husumer Spielvereinigung (HSV) ist vertagt. Das berichtete RSV-Chef Lars Hoppe in

der jüngsten Jahreshauptversammlung "seinen" Mitgliedern. Auftragsgemäß hätten er, Hoppe, und Rüdiger Szyska mit den Vorstandsvertretern des Nachbarvereins Klaus Kasparek und Klaus-Dieter Holm Gespräche über eine "zukunftsorientierte Zusammenarbeit" geführt - diese aber nach dem zweiten Treffen abgebrochen. "Unsere Vorstellungen lagen zu weit auseinander", begründete der RSV-Vorsitzende diesen Schritt. "Husum wollte eine Fusion, wir waren für eine Erweiterung der Spielgemeinschaft auf den kompletten Jugendbereich, um sich so eventuell ein wenig zu nähern." Dieser Vorschlag sei von Seiten der HSV abgelehnt beziehungsweise vorerst auf die Saison 2013/2014 verschoben worden, "so dass wir unsere Zusammenarbeit der SG weiterhin auf die A-, B- und C-Jugend beschränken". Hoppe: "Nach wie vor halten wir daran fest, den kompletten Jugendbereich in die SG zu übernehmen."

Wie aus dem Jahresbericht des Vorsitzenden weiter hervorging, war der RSV 2012 mit acht Sparten aktiv: Fußball, Tennis, Turnen, Gymnastik, Badminton, Karate, Volleyball und Tischtennis. Für die Betreuung der Sparten wurden rund 40 Übungsleiter benötigt. Die Zahl der Mitglieder schrumpfte von 771 (Jahresbeginn) auf zuletzt 710: 223 weibliche und 487 männliche. Im vergangenen Jahr habe durch Eigenleistung der Jugendballraum erweitert werden können, sagte Hoppe und dankte in diesem Zusammenhang besonders Hans-Walter und Hans-Werner Hansen. "Unser Spielplatz hat auch einen neuen, sichereren Platz bekommen, nachdem die Stadt einige Bedenken am alten geäußert hatte." Der neue Standort sei nur möglich geworden, weil die Stadt die alte Hochsprung-Anlage des Vereins aufgeschüttet und alles eingeebnet habe.

Er war mehr als 27 Jahre der Mann hinter dem Fußball-Info-Heft des RSV: Nun möchte Werner Finnern zurücktreten, wie Hoppe berichtete. "Werner hat sich aufgeopfert für seine Zeitung, die für den Römser kaum wegzudenken ist." Er, Hoppe, habe heute noch die Ausgabe Nr. 11/89, wo Finnern die "Neuen" für den Herrenbereich vorgestellt hat, in seinem Schlafzimmer neben den anderen Fußball-Bildern hängen - "und da darf nicht alles hängen". Der RSV bemühe sich, die Fußball-Info in gute Hände zu geben.

"Für die Betreuung unserer Jugendlichen benötigen wir unbedingt neue Kräfte", erklärte der Vereins-Chef weiter. "Ohne Übungsleiter können wir den Betrieb nicht aufrechterhalten. Schon jetzt haben mehrere Übungsleiter mehrere Sparten oder Mannschaften zu betreuen, weil wir diese sonst abmelden müssten."

Im Förderverein der Sportjugend des RSV gab es nach dessen Jahreshauptversammlung Ende 2012 einen Führungswechsel. Nachdem Malte Ziebell nicht mehr zur Wiederwahl stand, wurde der langjährige Chef und jetzige Ehrenvorsitzende des RSV, Hartwig Schenck, zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt.

Auch beim Sportverein selbst standen Wahlen auf der Tagesordnung - mit folgenden Ergebnissen: zweiter Vorsitzender Rainer Raasch; Kassenwart Wolfgang Nissen (Wiederwahl); Pressewart Matthias Heß; zweiter Beisitzer Hans-Werner Hansen (Wiederwahl); Kassenprüfer Jan-Peter Eggers.

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