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TSV Hattstedt : Sportpark soll weiter wachsen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auf dem Gelände des TSV Hattstedt sollen zwei Beachvolleyball-Felder entstehen, zusätzlich soll die Sicherheit auf dem Weg dahin verbessert werden. Die Gemeinde hofft auf Fördermittel für das 1,5-Millionen-Euro-Projekt.

„Stillstand ist Rückstand“, sagt Thorsten Schulze, Vorsitzender des Turn- und Sportvereins Hattstedt. Nachdem der Sportpark inzwischen ein Jahr besteht und die Anlage kontinuierlich weiterentwickelt wurde, konnte zuletzt die neue Flutlichtanlage eingeweiht werden. Nun steht bereits eine neue Herausforderung ins Haus: Ein Projekt namens „Ausbau zu einem interkulturellen, gemeindeübergreifenden und innovativen Sportpark für den Breitensport und Fußball an der Westküste“. Dafür gibt es Fördergelder aus Bundesmitteln, sagte Bürgermeister Ralf Heßmann in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung.

Der TSV plant, auf der mittlerweile zusätzlich erworbenen „Nissen-Koppel“ neben den Fußballplätzen zwei Beachvolleyball-Felder zu installieren. „Mit der Anbindung der noch auszubauenden Zugangsstraße, dem Schobüller Weg, wäre das sozusagen ein Komplettpaket-Projekt, für das 90 Prozent Fördermittel fließen“, so Heßmann. Gerechnet werde zunächst mit geschätzten 1,5 Millionen Euro Investitionskosten. Der Gemeindeanteil würde dann bei knapp 150.000 Euro liegen – abzüglich von Eigenleistungen, die der Verein einbringen möchte. „Beachvolleyball ist in. Es wird ständig von Interessierten nachgefragt. Vor dem Bau des neuen Clubheims hatten wir auch eines. Ein Spartenleiter steht auch schon in den Startlöchern.“

Bereits in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses fand das Anliegen breite Zustimmung, und auch die Gemeindevertreter segneten es nun einstimmig ab. Die Anträge werden, so kündigte Heßmann an, so schnell wie möglich auf den Weg gebracht. Er hoffe, dass die Zuwendungsbescheide spätestens im Mai 2016 erlassen werden.

Weiter stellte das Gremium die Weichen für mehr Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer auf dem Weg zum Sportpark, dem weiteren Baustein in besagtem Projekt. Mit einer Gegenstimme folgte es ebenfalls der Empfehlung der Mitglieder des Fachausschusses zum Ausbau des Schobüller Weges. Auf einer Länge von 665 Metern – von der Kirchenstraße bis zur Anlage des TSV – soll auf der westlichen Straßenseite ein Geh- und Radweg inklusive LED-Leuchten gebaut werden. Kostenpunkt: voraussichtlich 270.000 Euro. Die Gremiumsmitglieder sahen angesichts der Tatsache, dass immer mehr Kinder und Jugendliche die Durchgangsstraße zu Fuß oder mit dem Rad nutzen, dringenden Handlungsbedarf. Derzeit seien allein 18 Teams in den Fußballsparten aller Altersklassen aktiv. Hinzu kämen die Leichtathleten.

Die Bedenken von Gemeindevertreter Udo Maart, dass Autofahrer die Strecke künftig als „Rennbahn“ ansehen würden, waren zwar nicht von der Hand zu weisen, doch das Problem gebe es innerhalb des Ortes überall. Auf Anregung von Gemeindevertreter Karl-Heinz Hansen soll sich der Bauausschuss in seiner nächsten Sitzung mit verkehrsberuhigenden Maßnahmen befassen. „In einigen Straßen sollten wir Barrieren oder zusätzliche Markierungen anbringen lassen“, so Hansen. Die Schulwege könnten ebenfalls Sicherungsmaßnahmen vertragen. Er schlug Hinweisschilder auf Schulen oder Kindergärten vor, in denen LED-Leuchten blinken, sobald sich Fahrzeuge in einem gewissen Abstand nähern.

In der kommenden Woche, so berichtete Heßmann, wird eine sechsköpfige Familie aus Afghanistan im Ort einquartiert. „Ich danke der ehrenamtlichen Crew für ihre tatkräftige Hilfe“, so der Bürgermeister. Im kirchlichen Gemeindehaus findet ab sofort jeden Donnerstag zwischen 15 und 18 Uhr ein Runder Tisch statt, an dem sich Bürger und Flüchtlinge austauschen können. Jeder ist willkommen. Ansonsten gelte nach wie vor im gesamten Amtsbereich, dass dringend Wohnungen für die Menschen gesucht werden. Eine gute Nachricht zum Ende: Der Quanteweg konnte angesichts des milden Wetters bereits asphaltiert werden.

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