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Architekten gefordert : Sportpark soll Vorzeige-Projekt werden

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Hattstedter Gemeindevertretung stimmte geschlossen für den Neubau. Ein Förderbescheid der Aktiv-Region erleichterte dem Gremium die Entscheidung, denn das Vorhaben wird aus EU-Mitteln bezuschusst.

Hattstedt bekommt einen Sportpark. Ohne Diskussionen winkten die Gemeindevertreter das mit 698 000 Euro Investitionskosten geschätzte Projekt einstimmig durch. Damit ist nun der Weg frei für einen Architektenwettbewerb. Wenn die Ergebnisse vorliegen, sollen sie der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die Entscheidung für das Projekt war den Gemeindevertretern leicht gefallen, denn es winkt finanzielle Unterstützung. Der Förderbescheid der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland sagt Zuwendungen von 55 Prozent aus EU-Mitteln zu – für Hattstedt bedeutet das 313 800 Euro. Das Vorhaben ist als Leuchtturm-Projekt eingestuft worden. Der Anteil der Kommune reduziert sich so auf 384 200 Euro.

Bürgermeister Ralf Heßmann erklärte bei der Sitzung: „Ich habe mit Harry Schröder von der Kommunalaufsicht des Kreises gesprochen. Einer Kreditaufnahme in entsprechender Höhe steht nichts im Wege. Das Projekt hat landesweite Bedeutung.“ Weil der TSV Hattstedt die Zinsen übernimmt, wird die Rest-Summe niedriger ausfallen. Seit 2007 werde bereits an der Realisierung gearbeitet, blickte der Bürgermeister zurück, zuletzt intensiver durch eine Arbeitsgruppe. Zunächst hatten die Ehrenamtler des Vereins das marode Sportlerheim, das schon lange nicht mehr den erforderlichen Standards entspricht, mit Bordmitteln einigermaßen auf Vordermann gebracht. Das sei jedoch nur teilweise gelungen und habe auch nichts an der schlechten Substanz ändern können. TSV-Chef Thorsten Schulze brachte es auf den Punkt: „Es war nur Stückwerk.“ Beispielsweise hätten schon längst eine neue Heizung und moderne sanitäre Anlagen eingebaut werden müssen. Das Gebäude ist über 40 Jahre alt. Die Mitgliederzahl hat sich in der Zeit verdoppelt: Inzwischen gehören mehr als 1000 Erwachsene, Kinder und Jugendliche dem Verein an. Hinzu kommt, dass der Sportbetrieb in den vergangenen Jahren aufgrund des erweiterten Angebots im Breitensport erheblich zugenommen hat. „Der bisherige Platz reicht schon lange nicht mehr aus“, so Schulze. Von einem Vorzeigeobjekt könne keine Rede mehr sein. „Ich bin froh über die Entscheidung der Gemeindevertretung. Der Sportpark wird ein Aushängeschild Hattstedts werden“, ist sich Schulze sicher.



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