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Jubiläum in Friedrichstadt : Sportlich, sportlich seit 150 Jahren

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Friedrichstädter Turnverein begeht am 13. Juni sein 150-jähriges Bestehen mit einem Festakt. Im Oktober ist ein Tag der offenen Tür geplant. Der Verein engagiert sich besonders im Gesundheitssport.

Nicht viele Vereine dürfen auf solch eine lange Tradition zurückblicken: Am Sonnabend, 13. Juni, feiert der Friedrichstädter Turnverein sein 150-jähriges Bestehen. Der Festakt beginnt um 11 Uhr im „Alten Amtsgericht“ neben dem Rathaus. Zum Jubiläum hat der rege Verein eine 64-seitige Festschrift herausgegeben.

Mit seinen derzeit rund 600 Mitgliedern ist der Friedrichstädter Turnverein einer der ältesten Sportvereine im Kreis Nordfriesland. Mit 14 Wagemutigen hatte es 1865 begonnen. Es gab damals nicht einmal Sportstätten. Das Angebot wurde im Laufe der Jahrzehnte stets erweitert. In den vergangenen 25 Jahren ist besonders der Gesundheitssport eine feste Größe geworden. „Doch trotz aller Freude über das Jubiläum und das bisher Erreichte haben wir doch Sorgen in der Nachbesetzung von Vorstandsposten“, sagt der Vorsitzende Wilfried Rohwer.

Anerkennend äußert sich Bürgermeister Eggert Vogt: „Der Friedrichstädter Turnverein leistet einen wichtigen Beitrag für die Bürger unserer Stadt und für unsere Jugend. Wer Sport treibt, lernt den Umgang mit seinem Mannschaftskameraden und damit den Umgang innerhalb unserer Gesellschaft.“ Anerkennung auch vom Präsidenten des Landessportverbandes Schleswig-Holstein, Hans-Jakob Tiessen: „150 Jahre sind im Rückblick ein beachtlicher Zeitabschnitt. Er ist reich an Geschichte und sportlichen Geschichten. Die Überwindung schwieriger Zeiten zeigt, welche verbindende Kraft der Sport entfalten kann – für Mitglieder in den Vereinen und für die Gesellschaft insgesamt.“

Und jede Zeit ihre eigenen Probleme: So machen immer neue Fun-Sportarten es dem Verein nicht leicht, rechtzeitig auf die aktuellen Angebote zu reagieren und somit ein Abwandern von Mitgliedern in kommerzielle Einrichtungen zu verhindern. Ein weiteres Problem sei das veränderte Schulsystem, so der Vorsitzende: Zentralisierung der Schulen und lange Anfahrtwege sowie Ganztagsschulen ließen den Kindern und Jugendlichen immer weniger Freizeit, um an den Nachmittagen einer sportlichen Betätigung nachzugehen. „150 Jahre Vergangenheit sind kein Ruhekissen – jetzt heißt es weiter nach vorne zu schauen und anzupacken“, unterstreicht Rohwer. „Im sportlichen Bereich, so glauben wir, ist der Verein gut aufgestellt.“ Breiten Raum nimmt der Gesundheitssport ein, hinzu kommen der Bereich „Psychomotorischer Sport“, es besteht eine ambulante Herzsportgruppe, es findet gesundheitsorientiertes Gerätetraining ebenso statt wie Wasser- und Wirbelsäulengymnastik. Auch Nordic Walking, Karate für Kinder sowie Kinderturnen werden angeboten. Es besteht eine Gruppe Eltern-Kindturnen mit jungen Teilnehmern im Alter von ein bis drei Jahren sowie eine weitere Gruppe für Vier- bis Sechsjährige und eine Gruppe Kinderturnen für sechs bis acht Jahre. Aus diesen rekrutieren sich zum größten Teil die jungen Leistungsturner. Anfangs waren es 20 jetzt sind es 36 Tänzerinnen beim Line Dance. Dann gibt es die Volleyballsparte mit Namen „Friedrichstädter Grachtenblocker“, es besteht eine Handballsparte als Spielgemeinschaft Friedrichstadt-Schwabstedt, ferner gibt es Badminton, Aerobic, Damen- und Senioren-Gymnastik – und natürlich ein reges Vereinsleben.

Anlässlich eines Tag der offenen Tür zum Jubiläum am 3. Oktober wird in der Sporthalle der Gemeinschaftsschule ein großes Programm geboten. Das Vereinsheim liegt unmittelbar am Parkplatz der Sporthalle der Schule. Dem Vorstand gehören neben Wilfried Rohwer, die Schriftwartin Edda Schüning, Kassenwartin Ute Hüve, Sportwart Hauke Widderich und Pressewart Klaus Hüve an.

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