Auszeichnung für den TSV Hattstedt : Sport mit und ohne Handicap

Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Ulrich Hase, und der SoVD-Landesvorsitzende Wolfgang Schneider übergaben das Gütesiegel an TSV-Chef Thorsten Schulze (v. l.).
Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Ulrich Hase, und der SoVD-Landesvorsitzende Wolfgang Schneider übergaben das Gütesiegel an TSV-Chef Thorsten Schulze (v. l.).

Der Sozialverband Deutschland hat den Turn- und Sportverein Hattstedt mit dem „Gütesiegel für ein besonderes Engagement für die Teilhabe von behinderten und älteren Menschen in der Gesellschaft“ ausgezeichnet.

shz.de von
18. September 2015, 07:00 Uhr

Der Turn- und Sportverein Hattstedt ist vom Sozialverband Deutschland (SoVD) mit dem „Gütesiegel für ein besonderes Engagement für die Teilhabe von behinderten und älteren Menschen in der Gesellschaft“ ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichten SoVD-Landesvorsitzender Wolfgang Schneider und der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Professor Ulrich Hase, das Gütesiegel und die dazu gehörende Urkunde an Vereins-Chef Thorsten Schulze.

„Damit würdigen wir die erfolgreichen Bemühungen des Vereins, seine Sportanlage und das Club-Heim den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen entsprechend auszustatten“, so Schneider. Besonders hervorzuheben sei die ebenerdige Gestaltung der Anlage, das für ein Sportlerheim ungewöhnlich großzügige Behinderten-WC sowie ein klappbarer Zusatz-Tresen im Versammlungsraum, der für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Zudem unterhält der TSV eine eigene Abteilung für Inklusionssport unter der Leitung des zweiten Vorsitzenden Matthias Hansen.

Landesweit bekannt geworden war der Verein durch seine Benefizaktionen zugunsten des Fußballtrainers Kay Eckmann. Seit einem schweren Unfall ist er auf den Rollstuhl angewiesen und hat nun seine Aufgabe als Stadionsprecher gefunden. „Der Verein gilt als vorbildlich in seinem Engagement für Menschen mit Behinderungen und als Beispiel für gelebte Inklusion. Hier treiben Menschen mit und ohne Handicap zusammen Sport, lernen sich kennen und werden zu einer Gemeinschaft“, betonte Schneider. „Das neue Vereinsheim trägt in gelungener Weise dazu bei, dass Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen Fußballspiele verfolgen können. Beim Bau der Anlage wurde vieles bedacht, so ist die Nutzung durch alle möglich geworden“, lobte Hase.

Thorsten Schulze dankte für die Ehrung und hob das große Engagement von Hans Böttcher und Kay Eckmann hervor. Beide hätten während der Bauphase viele hilfreiche Hinweise gegeben. Die gute Resonanz aus der Bevölkerung bestärke ihn zusätzlich: Die steigenden Mitgliederzahlen (mehr als 900) drückten das aus. „Hier ist etwas Positives passiert. Das wünsche ich mir als Betroffener überall“, bekräftigte Hans Böttcher vom SoVD.

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