Runter vom Gas : Spitzenreiter braust mit 140 Sachen durch Tempo-30-Zone

Im Augsburger Weg in Schwesing wird häufig gerast.
Im Augsburger Weg in Schwesing wird häufig gerast.

Die Raserei durch ihr Dorf wollen die Schwesinger nicht länger hinnehmen. Sie fordern eine Verkehrsberuhigung. Der Arbeitskreis Bau, Umwelt und Wege will sich der Sache annehmen.

shz.de von
11. Januar 2015, 17:00 Uhr

Der Augsburger Weg war wieder Thema in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung von Schwesing. Dem Gremium lagen zahlreiche Beschwerden vor. Es seien zu viele Raser unterwegs, hieß es. Die Beschwerden seien nicht unbegründet, betonte Bürgermeister Wolfgang Sokoll. So sei im Oktober eine Geschwindigkeitstafel im Augsburger Weg aufgestellt worden. „Das Ergebnis ist erschreckend und enttäuschend zugleich“, sagte er. Mehr als die Hälfte der gut 3800 gezählten Fahrzeuge hätten die Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer deutlich überschritten. Beim Spitzenreiter zeigte die Tachonadel auf 140. In der Einwohnerfragestunde wurden bauliche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen vorgeschlagen. Nach kurzer Beratung bekam der Arbeitskreis Bau, Umwelt und Wege den Auftrag, sich ein Bild von der Situation zu machen.

Der Erhöhung der Abwassergebühren in der Gemeinde Schwesing stimmte der Gemeinderat zu. „Aufgrund der hohen Verluste in den vergangenen Jahren sowie der Kanalinspektions-Kosten ist das notwendig“, berichtete Gemeindevertreter Udo Lohr. So sind die Abwassergebühren seit Anfang des Jahres von 1,50 auf 2,10 Euro pro Kubikmeter angehoben worden. „Für die Kanalinspektion gehen wir von Kosten in Höhe von gut 52.000 Euro aus“, rechnete Lohr vor. Aus diesem Grund müssten jährlich 12.900 Euro an Rückstellung bereitgestellt werden.

Um große Zahlen ging es auch in der anschließenden Haushaltsberatung. Mit über einer Million Euro an Erträgen im Ergebnisplan wird gerechnet. „Wenn alles so läuft, wie wir das mit der Kämmerei des Amtes Viöl berechnet haben, können wir von einem Jahresüberschuss von 19.400 Euro ausgehen“, so Lohr bei der Vorstellung des Etats 2015. Sowohl bei der Grundsteuer als auch bei der Gewerbesteuer sei eine Anhebung nicht vorgesehen. Somit bleiben die Sätze bei der Grundsteuer A und B bei jeweils 320 und bei der Gewerbesteuer bei 380 Prozent.

Nach monatelangen Verhandlungen konnte ein öffentlich-rechtlicher Vertrag mit der Kirchengemeinde Schwesing geschlossen werden. Hierzu waren auch Pastor Jürgen Kaphengst und Sabine Carstensen als Kirchenvorstand zur Sitzung eingeladen worden. Fristgerecht hatte die Kirchengemeinde den Kindergartenvertrag zu Ende 2014 gekündigt (wir berichteten). Nach kurzer Beratung unterzeichnete der Bürgermeister sowie Vertreter der Kirchengemeinde das neue Schriftstück.

Großen Zuwachs verzeichnet die Jugendwehr Ahrenviöl/Immenstedt, wie Sokoll berichtete. So sind allein aus Schwesing in den vergangenen Wochen sieben Kinder aufgenommen worden. Für die laufenden Kosten stellt die Gemeinde jährlich mehr als 500 Euro zur Verfügung Kurzfristig muss ein neuer Motor für den Rechen in der Kläranlage angeschafft werden. Das Gremium billigte die 3600 Euro dafür. Weiter beschloss der Gemeinderat in den Wintermonaten bis einschließlich Februar die Straßenbeleuchtung durchgehend brennen zu lassen.



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