Spielplatzbereisung: Alles okay

Kritisch nahm der Ausschuss die vom TÜV abgesegneten Spielgeräte unter die Lupe. Foto: hem
Kritisch nahm der Ausschuss die vom TÜV abgesegneten Spielgeräte unter die Lupe. Foto: hem

Friedrichstädter Lokalpolitiker machten sich ein Bild von den Anlagen in der Stadt / Schulsportplatz sorgte für Diskussionen

Avatar_shz von
20. Mai 2011, 07:57 Uhr

Friedrichstadt | Die zur Rundreise mitgebrachten Fahrräder dürfen zunächst pausieren - die Mitglieder des Ausschusse für Schule, Jugend, Sport und Soziales nicht, der Spielplatz Seebüll wird in Augenschein genommen. "Der Prüfer vom TÜV hat alle Spielplätze abgenommen", sagt Vorsitzender Günther Tietgen. Mit dabei ist Ralf Mader vom städtischen Bauhof, denn seine Mitarbeiter werden Anregungen, Verschönerungen und Mängelbeseitigungen vornehmen. Nach kurzem Rundgang besteht Einigkeit: Die Doppelwippe wird abgebaut, dafür kommt ein neues Gerät. Gunther Kluth mahnt schmunzelnd: "Wir können nicht alles Geld ausgeben, sondern müssen ja etwas für Griechenland zurücklegen..."

Während Christiane Logis das Protokoll abhakt, lächelt Bürgermeisterin Regine Balzer zufrieden. Über die Blaue Brücke geht es zum alten Gaswerksgelände. Ein lauschiges Plätzchen mit Blick auf den Fluss. Tietgens Idee ist es, dort einen Boule-Platz anzulegen, auch die Ringreiter könnten sich dieses Gelände gut als Ersatz für den "Großen Garten" vorstellen. Dritte Station: Spielplatz Stadtfeld. Schaukel und Klettergerüst werden abgebaut und durch ein kleineres Gerät ersetzt, keine Beanstandungen. In der Dithmarscher Straße wird eine neue Schaukel aufgebaut. Durch den "Großen Garten" führt der Weg nun zum Badestrand. Flatterband zeigt an, wo die neue Außendusche installiert wird. Lob für Rolf Jürgensen, der die Aufsicht führt. "Mein Wunsch wäre es, den Strand auszuweiten", sagt Tietgen. Elke Kempckes unterstreicht: "Für Eltern mit Kindern ist Sand das Wichtigste." 7000 Euro sind im Haushalt eingestellt. Weiter geht es zur Ostdeutschen Straße, der Kletter-Rundbogen muss mit Kies unterfüttert werden. Bernd Güldenpenning: "Ich werde 48, mit zehn Jahren bin ich bereits auf dem Kletterhäuschen rumgeturnt."

Station sieben ist die Skaterbahn. Auch hier ist alles in Ordnung, lediglich Schilder sollen noch angebracht werden. Bei Station acht, auf dem Sportplatz, liegt eine zertrümmerte Porzellanvase, der Basketballkorb ist heruntergerissen. "Der ist auch nicht fachgerecht angebracht", moniert Tietgen, "da hängen sich immer einige an." Kritik kommt von Vize-Schulleiter Burkhart Beierlein, der von einem Schulhofgelände spricht, obwohl die Stadtverordneten vor langem beschlossen haben, den Platz nach Schulschluss für die Öffentlich zu öffnen. Die Bürgermeisterin Regine Balzer plädiert allerdings dafür, "den Platz für die Öffentlichkeit zu sperren". Gegenargument des Vorsitzenden: "Weil drei Leute Randale machen, den Platz für 30 Mann sperren, das ist nicht mein Ding." Nach einem Kompromiss wird nun gesucht. In hervorragendem Zustand präsentiert sich der Spielplatz im Neubaugebiet. Güldenpenning berichtet, dass die Anlieger eine stabile Sitzecke kaufen wollen. Auf dem Spielplatz an der Doesburger Straße wird eine neue Doppelschaukel aufgestellt, an der Einfriedung werden einige Pfosten erneuert. Dem Wunsch einiger Anlieger, auf dem Gelände einen Grillplatz einzurichten, kann nicht entsprochen werden, denn dies sei nun mal ein Spielplatz. Das Ergebnis fasst der Vorsitzende so zusammen: "Wir stehen gut da".

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen