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Radtour durch Friedrichstadt : Spielplatz-Schau mit Überraschungen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei seiner jährlichen Kontrolltour der städtischen Spielplätze, wurde der Friedrichstädter Jugendausschuss mehrfach überrascht. So erfuhr das Gremium nur zufällig, dass ein neuer Bouleplatz gebaut werden soll.

Diesmal klappte alles perfekt. Die Mitglieder des Friedrichstädter Ausschusses für Schule, Jugend, Sport und Soziales fühlten sich sichtlich wohl, denn nur einmal im Jahr unternehmen sie eine abendliche Fahrradtour durch die Stadt. Nicht zum Vergnügen, sondern um die Spielplätze der Stadt unter die Lupe zu nehmen. Und diesmal lagen die Temperaturen deutlich über der 20 Grad-Marke und die Sonne strahlte – im Vorjahr hingegen bestimmten kühle Luftmassen und Regen die Rundtour. Kein Wunder also, dass die Stimmung unter den Lokalpolitikern an diesem lauen Abend gut war, auch wenn es die ein oder andere Überraschung gab.

Das dickste Ei wurde dem Gremium auf dem Spielplatz Ostdeutsche Straße präsentiert. Friedrichstadts Bauhof-Chef Ralf Mader, der an der Rundfahrt teilnahm, berichtete, dass die dortige steinerne Tischtennisplatte von der Baufirma, die den nebenanliegenden Schulhof der Schule an der Treene umbaut, entfernt und durch eine bereits leicht beschädigte ersetzt worden sei. Dies sei durch die Firma damit begründet worden, dass dort auch der seit Jahren geplante Bouleplatz errichtet werden soll. Davon war aber den Ausschuss-Mitgliedern nichts bekannt – und so wurde Bürgermeister Eggert Vogt mit Fragen überhäuft. „Ja, dort ist der Bouleplatz vorgesehen und der Schulverband wird die Pläne in seiner nächsten Sitzung detailliert vorstellen“, sagte er. Das fanden einige der Radfahrer und der Bauhof-Vertreter befremdlich, denn sie wären gern im Vorwege darüber informiert gewesen, zumal der Bouleplatz durch die Aktiv-Region Südliches Nordfriesland gefördert wird.

Die Tischtennisplatte will Vogt nun aber vom Schulverband zurückfordern, denn eine zweite städtische auf dem Spielplatz im Neubaugebiet ist bereits lädiert. Mehrfach sei dort gespachtelt worden, aber das Material platze immer wieder ab, berichtete Mader.

Diskussionen gab es auch im neuen Naturerlebnisraum. Dort beim Niederseilgarten hängt ein Schild, auf dem die Nutzung von 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit gestattet ist. Darüber haben sich aber Anlieger beschwert, denn gerade in den Sommermonaten, so deren Klage, würde bis spät abends der Lärm der Nutzer in ihre Gärten schallen. Nach kurzer Debatte vor dem Schild wurde der Kompromiss beschlossen, dort künftig die Nutzungsdauer auf 20 Uhr zu begrenzen.

Wenn es der Stadt-Etat hergibt, dann sollen noch in diesem Jahr die Schaukel auf dem Spielplatz am Stadtfeld, in unmittelbarer Nähe des Marktplatzes, ersetzt und auf dem an der Duisburger Straße neue Bänke und ein Tisch aus Edelstahl aufgestellt werden. Zudem sollen nach Vorgaben des TÜV eine Schaukel ausgetauscht und Prallschutzmatten vergrößert werden. Die genaue Investition steht noch nicht fest, doch stehen für diese Maßnahmen laut Aussage des Bürgermeisters jährlich rund 10.000 Euro zur Verfügung. Beim Senioren-Spielplatz auf dem Treenefeld mit seinem Trimmgerät aus Edelstahl und auf dem Gelände der Eider-Treene-Schule gab es nichts zu bemängeln. Auch das Treenebad, das für rund 60.000 Euro ordentlich aufgehübscht worden ist, gefiel dem Gremium augesprochen gut. Das „Innenleben“ des Strandbades wird, wie Ausschuss-Vorsitzender Burkhard Beierlein festellte, in den nächsten Jahren komplett modernisiert.

Nach der Rückkehr ins Rathaus, in den unter dem Dach liegenden Sitzungssaal, war der Bedarf an kalten Getränken groß, auch wenn es keine hitzigen Diskussionen mehr gab, so dass sich die neue Leiterin der ADS in der Stadt vorstellen konnte. Kirsten Thomsen ist 48 Jahre alt, leitete zuvor die Lebenshilfe in Husum und ist nun für die beiden Kindergärten und die Krippe zuständig. Auch Stadtmanagerin Annika Müller stellte sich nochmals vor.

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erstellt am 02.Jun.2016 | 21:00 Uhr

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