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Kinder als Berater : Spielgeräte nach 20 Jahren marode

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In Sönnebüll fragte eine kommunale Arbeitsgruppe nach den Wünschen der Kinder, denn der Spielplatz wird saniert. Zuvor hatte der TÜV die Abnahme der alten Holzgeräte verweigert. Holz soll nun durch Recycling-Material ersetzt werden.

„Bis dass der TÜV uns scheidet“ – nicht nur ein geflügeltes Wort. Auch die Sönnebüller Kinder und damit ihre Eltern bekamen das zu spüren. „Seit 20 Jahren haben wir unseren Spielplatz. Die Holzgeräte sind marode. Der TÜV nimmt sie nicht mehr ab“, fasste Bürgermeister Christian Christiansen in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung zusammen. Rutsche, Reck, Karussell und Schaukel müssen abgebaut werden. Da nicht nur ihm, sondern allen Gemeindevertretern der Nachwuchs im Dorf am Herzen liegt, bildete sich kurzerhand eine Arbeitsgruppe unter Federführung der Gremiumsmitglieder Jennifer Kuhn, Carsten Peter Brodersen und Matthias Jessen. Die wiederum scharten Eltern und Kinder um sich und nahmen die Wünsche der 15 erschienenen Kinder auf. In die „Top-17-Liste“ kamen Geräte wie, Reck, Federwippe, Stehwippe, Doppelschaukel inklusive Kleinkindschaukel, Schwebebalken, Luftkissen, „Feuerwehrstange“ zum Rutschen, Kletterwand, Spielhaus, Kletterkombination, Spielschiff, Hängebrücke, Kletterbaum, Seilgeräte, Tunnel- sowie Mini-Rutsche, ferner Wasserspiele.

Der einstimmige Auftrag des Gemeinderates: Erstellung eines stimmigen Konzeptes mit der Auflage, wegen der besseren Haltbarkeit, künftig statt Holz- nur noch Geräte aus Recycling-Material einzuplanen, sowie die vorsorgliche Einstellung von 25. 000 Euro in den Haushalt 2014. Der soll – wie der endgültige Beschluss für die Gestaltung des Spielplatzes – in der nächsten Sitzung verabschiedet werden. „Sönnebüll lebt und das ist gut so. Wir haben zum Glück viele Kinder in der Gemeinde“, freute sich der Bürgermeister. Ob und wie letztendlich alles realisiert werden kann, obliegt nun der Planungsrunde. Im Vorwege konnten sich die Gemeindevertreter allerdings weder mit einer Seilbahn, dem Luftkissen, einem Spielschiff oder der Tunnelrutsche anfreunden. Gründe wie „zu großer Aufwand“, „zu teuer“ oder „zuviel Platzbedarf“ brachten sie dabei ins Spiel.

Weitere einmütige Entscheidungen waren der endgültige Beschluss zur fünften Änderung des Flächennutzungsplanes (weitere Windeignungsfläche östlich Sönnebülls) mit der Auflage einer Höhenbegrenzung künftiger Mühlen auf 180 Meter, Übertragung der Geschäftsführung für die Evangelischen Kindergärten Breklum und Struckum auf das Kindertagesstättenwerk Nordfriesland. „Wir haben eine intakte Feuerwehr und wir sind alle stolz auf unsere Ehrenamtler“, erklärte Bürgermeister Christiansen rückblickend. Die Blaujacken waren während der Orkane „Christian“ und „Xaver“ im Dauereinsatz gewesen, um die Durchgangsstrecke sowie alle Nebenstraßen von entwurzelten Bäumen zu befreien.


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