Kindertheater "Supabella" : Spielfreude ließ den Funken überspringen

Säbeljockel  (Elaisa Schulz) klettert aus der Schatzkiste. Foto: Ursula Konitzki
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Säbeljockel (Elaisa Schulz) klettert aus der Schatzkiste. Foto: Ursula Konitzki

Zusammen mit Lieselotte "Ringelsocke" und Pirat "Säbeljockel" gingen rund 90 Kinder im Charlottenhof auf eine spannende Abenteuerreise. Die Eltern sahen in Klanxbüll zu oder konnten "verschnaufen".

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08. August 2008, 10:01 Uhr

Klanxbüll | "Wann fängt es denn endlich an?", löchert der siebenjährige Manuel seine Mutter. Der Knirps hockt auf dem Boden vor der Bühne im "Charlottenhof" und zappelt erwartungsvoll mit Armen und Beinen. Auch seine rund 90 Altersgenossen vor, neben und hinter ihm werden langsam unruhig, denn das Duo vom Theater "Supabella" lässt eine halbe Stunde lang auf sich warten. Viel zu lange für die Rasselbande, die endlich etwas erleben will.

Doch dann hat die Warterei endlich ein Ende. Hinter dem Vorhang taucht Lieselotte "Ringelsocke" (Astrid Hauke) auf und lädt die Kinderschar singend ein, mit auf Reisen zu gehen. Da könne man viel erleben, zum Beispiel auch mal Flöhe essen. "Habt ihr noch nie Flöhe gegessen? Nein? Was esst ihr denn dann?" Astrid Hauke versteht es glänzend, ihr junges Publikum von Anfang an mit einzubeziehen in die Handlung der herzerfrischenden Geschichten, die Lieselotte "Ringelsocke" erlebt. "Bewaffnet" mit einem großen Koffer entdeckt sie am Hafen Pirat "Säbeljockel" (Elaisa Schulz) just in dem Moment, als der aus einer "Schatzkiste" klettert.
Mimik und Körpersprache begeistern

Mit ihrer unglaublichen Mimik und Körpersprache verzaubern die beiden freiberuflichen Künstlerinnen ihr Publikum, das die Welt um sich herum zu vergessen haben scheint. Die Kinder hängen an den Lippen der beiden Frauen. Ihre Spielfreude springt wie ein Funke über, und ihre akrobatische Clownerie begeistert auch die Eltern. Als die Kinder dann sogar auf die Bühne dürfen um "Säbeljockel" und "Lieselotte Ringelsocke" bei der Darstellung zu unterstützen, da ist auch bei den schüchternen Zuschauern der Bann gebrochen.

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Am Ende der Geschichte gibt es gratis ein Andenken für jedes Kind: Eine Fotokarte mit dem Konterfei der beiden Darstellerinnen einschließlich Autogramm.
"Supabella" kommt aus Bielefeld

Die Musikpädagogin Astrid Hauke gründete gemeinsam mit der Theaterpädagogin Elaisa Schulz - beide leben in Bielefeld - das Theater "Supabella", das durch seine bundesweiten Auftritte bekannt ist für humorvolles Schauspiel, Clownerie und Musik für Jung und Alt.

In den Sommermonaten gehört der Charlottenhof ein Tag in der Woche den Kindern. Da ist die Scheune des historischen Vierkanthofes mit fröhlichem Lachen erfüllt, und heimelige Düfte nach frisch gebackenen Waffeln ziehen durch die Räume. Die Mitglieder vom Förderverein versorgen die kleinen Gäste ehrenamtlich mit dem süßem Gebäck frisch aus dem Waffeleisen. Christian Johannsen verkauft die Eintrittskarten am Scheunen-Eingang. Dieses Mal waren es 120. Christian Johannsen: "Letzte Woche beim Besuch des Zauberers "Roberto Rossini" herrschte mit über 30 Grad im Schatten Strandwetter, da war der Andrang nicht so groß."

Die Kindernachmittage werden auch von Urlaubern gern wahrgenommen. "Wir begleiten unsere beiden Mädchen bis in die Scheune, lassen sie dann aber allein und nutzen die Stunde für uns", erklärten Barbara und Wolfgang Lederer aus Stuttgart, die zum vierten Mal auf Sylt Urlaub machen. "Unsere Töchter freuen sich schon zu Hause auf die Kindernachmittage in Klanxbüll, die wir von Westerland bequem mit dem Zug erreichen können."

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