Spenden fürs Katharinen-Hospiz : Spendenfluss fürs Hospiz darf nicht abebben

Das Wilhelminen-Hospiz braucht Unterstützung.
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Das Wilhelminen-Hospiz braucht Unterstützung.

Geplanter Anbau am Wilhelminen-Hospiz: Geschäftsführerin Christel Tychsen ist dankbar für jede finanzielle Hilfe.

shz.de von
06. Januar 2018, 12:03 Uhr

Es ist nur ein Wort, das Wertschätzung ausdrückt: „Danke.“ Für Christel Tychsen ist es eine Selbstverständlichkeit, sich zu bedanken. Die Geschäftsführerin vom Wilhelminen-Hospiz Niebüll macht das für jede Spende, die das Hospiz erreicht. In schriftlicher Form. Manchmal ist ihr das allerdings nicht möglich, wie sie erzählt. „Wenn auf dem Überweisungsträger nur der Name und keine Adresse steht, kann ich mich leider nicht bedanken.“ Nach ihrem letzten Aufruf in unserer Zeitung haben sie viele Spenden erreicht. Rund 50.000 Euro sind zusammengekommen.

Darüber ist sie sehr froh, das Bauvorhaben für das erst wenige Tage alte Jahr dabei immer fest im Blick. Platz muss her – und zwar dringend. Die Warteliste für die Aufnahme im Hospiz im Westersteig 2 ist lang, immer wieder müssen Menschen abgewiesen werden. Kein gutes Gefühl. Und deshalb macht sich Tychsen neben der alltäglichen und kräftezehrenden Arbeit stark für den geplanten Erweiterungsbau. Derzeit gibt es auch keine Nebenräume für die Mitarbeiter, keine Rückzugsmöglichkeit, um kurzweilig Kraft zu tanken. Doch Kraft brauchen sie alle im Team für ihren Beruf – und das nicht zu knapp.

Mit dem Erweiterungsbau sollen vier Zimmer mehr für die Gäste und Platz für die Mitarbeiter geschaffen werden. Den finanziellen Grundstock für das Bauvorhaben bildet der Erlös aus dem Verkauf des geerbten „Haus Underwood“ im Westersteig 6. Doch da das Geld und die Spendensumme nicht reichen, ruft Tychsen die Nordfriesen weiterhin zur Kreativität auf. „Jeder ist gefragt, um gemeinsam mit anderen Gutes zu tun. Das Hospiz ist für alle Nordfriesen da – und umgekehrt sollte es auch so sein“, rührt Tychsen die Werbetrommel weiter.

Für die bereits geleisteten Spenden bedankt sie sich auf diesem Wege und bittet Menschen, die etwas spenden möchten, ihre Adresse auf
die Überweisungsträger zu schreiben. „Wer noch auf eine Spendenbescheinigung wartet, meldet sich bitte im Wilhelminen-Hospiz“, sagt sie.

Auf der Internet-Seite www.wilhelminen-hospiz.de besteht auch die Möglichkeit, online zu spenden. Außerdem gibt es ein Spendenkonto bei der VR Bank Niebüll (IBAN: DE 10217635420007606800). „Bitte die Adresse nicht vergessen“, so Tychsen.

Unterdessen hat der Landesverband des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) den Förderverein des Wilhelminen-Hospizes mit 2500 Euro bedacht. Dieser hilft dabei, den Bestand des einzigen stationären Hospizes in Nordfriesland zu sichern – und damit die qualifizierte palliative Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen. Der stellvertretende SoVD-Landesvorsitzende, Sven Picker, und der Vorsitzende des SoVD-Kreisverbands Nordfriesland, Hans Christian Albertsen, waren persönlich in die Niebüller Einrichtung gekommen, um den Spendenscheck an den Vorsitzenden des Fördervereins, Carsten Thiesen, und Hospiz-Geschäftsführerin Christel Tychsen zu überreichen.

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