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Husumer Nachrichten

17. Oktober 2017 | 23:01 Uhr

SPD weiter im Aufwärtstrend

vom

In Tönning, Garding und St. Peter-Ording verzeichnen Sozialdemokraten Zuwächse

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Eiderstedt | Zur Wahl zu gehen, das ist für ihn selbstverständlich - auch im hohen Alter: Und so fand sich der fast 100-jährige und immer noch rüstige Hans-Alwin Ketels gestern zur Stimmabgabe in der Gardinger Theodor-Mommsen-Schule ein. "Ich habe in meinem Leben keine Wahl versäumt", sagte der letzte Kreispräsident von Eiderstedt und ehemalige Landtagsabgeordnete. An ihm könnten sich viele Nichtwähler ein Beispiel nehmen. Immerhin gab es in den drei Hauptorten der Halbinsel einen positiven Trend bei der Wählerbeteiligung zu vermelden. In Tönning stieg sie von 40,7 Prozent im Jahr 2008 auf 44 Prozent, in St. Peter-Ording von 44,8 auf 47, 2 Prozent und in Garding von 42,77 auf 47,2 Prozent.

Allen Grund zum Jubeln hat die SPD in diesen drei Gemeinden. Überall konnte sie satte Zuwächse registrieren. Allen voran die Gardinger: Dort schaffte sie den Sprung von 29 auf glatte 40,9 Prozent. Sie profitierte vom Rückzug der WI 80 aus der Kommunalpolitik in der Mommsen-Stadt. "Wir haben damit ihre zwei Sitze bekommen", sagte ein sehr zufriedener Kay-Uwe Cornils gestern Abend. "Unsere Arbeit hat Früchte getragen." Einen leichten Rückgang verzeichnete die CDU mit 44,9 Prozent der Stimmen (2008: 45,47). Für den SSW ist es weiter bergauf gegangen. Er errang 14,3 Prozent der Stimmen (10,46). In der neuen Stadtvertretung hat die CDU acht Sitze, die SPD sieben und der SSW zwei. Die CDU ist damit auf ihre strategische Partnerschaft mit dem SSW angewiesen, wie Bürgermeister Ranjet Biermann erklärte.

Auch in Tönning verzeichnete die SPD mit 29,8 Prozent einen höheren Stimmenanteil als 2008 (26,5). Die CDU muss einen Verlust hinnehmen. Sie kommt auf 30,9 Prozent (31,6). Die AWT schneidet mit 17,4 Prozent deutlicher schlechter ab als 2008 (21,4). In der Wählergunst gestiegen ist dagegen der SSW mit 21,9 Prozent (20,5). Wie sich die neue Stadtvertretung zusammensetzt, muss noch geklärt werden. "Wir wissen noch nicht, ob es einen Überhang gibt", sagte Bürgervorsteher Hans-Joachim Teegen (CDU) gestern. Nach dem jetzigen Stand kommt die CDU auf fünf, verliert damit zwei, die SPD hat ebenfalls fünf, wie schon in der letzten Wahlperiode, der SSW behält voraussichtlich vier und die AWT verliert einen Sitz und kommt auf drei. Die SPD ist zufrieden mit dem Ergebnis - "auch vor dem Hintergrund, dass es nur noch 17 statt 19 Stadtvertreter sind".

Auch in St. Peter-Ording sinkt die Zahl der Gemeindevertreter von 20 auf 17. Die SPD ist die große Gewinnerin: Sie schafft 28,6 Prozent (2008: 24,14) und holt zwei Direktmandate. Einen ganz kleinen Zuwachs erringt die CDU mit 37,9 Prozent (37,65). Die AWG verliert leicht mit 23,5 Prozent (25,68). Die FDP kommt auf nur 9,9 Prozent (12,52). Die CDU erhält sieben Sitze, die SPD fünf, die AWG vier und die FDP zwei.

Mit Spannung wurde in Uelvesbüll das Ergebnis erwartet. Die Windkraft-Politik der bisherigen Gemeindevertretung hat einen tiefen Graben im Dorf gerissen. Aus der Bürgerinitiative Windkraft hatte sich die Kommunale Wählergemeinschaft Uelvesbüll (KWUe) gebildet. Sie erhielt auf Anhieb mit 33,4 Prozent die meisten Stimmen, das bedeutet drei Sitze. Die CDU schafft 24,7 Prozent (zwei Sitze), die SPD 22,5 (zwei) und die Wählervereinigung (WVUe) 19,5 Prozent (zwei).

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