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Reaktionen auf die Landratswahl : SPD: Jamaika ist gescheitert

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Christdemokraten bieten dem wiedergewählten Landrat Dieter Harrsen eine faire Zusammenarbeit an. Sozialdemokraten sehen Jamaika-Bündnis gescheitert. Forderungen nach personellen Konsequenzen in der CDU-Fraktion.

„Wir reichen Dieter Harrsen die Hand mit dem Angebot zu konstruktiver und fairer Zusammenarbeit, wie wir dies auch in den vergangenen sechs Jahren seiner Amtszeit getan haben. Unser gemeinsames Ziel ist eine gute Zukunft für Nordfriesland.“ Das betonen der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Nordfriesland, Ingbert Liebing (MdB), und der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Tim Hanke, gestern in einer Erklärung. Sie gratulieren Harrsen und danken Dirk Sommer, der sich für „eine strittige Wahl“ zur Verfügung gestellt hatte.

„Sicherlich hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht. Aber auch das gehört zu den Spielregeln dazu, dass es geheime Wahlen gibt, in denen jeder nur seinem Gewissen verantwortlich ist“, so Liebing und Hanke. Und: „Wir bedauern, dass es abweichende Stimmen gegenüber vorangegangenen fraktionsinternen Entscheidungen gegeben hat, aber wir respektieren diese Entscheidungen.“

Dagegen sieht die SPD das Jamaika-Bündnis am Ende. „Der eindeutig bessere Kandidat hat zwar letztlich das glücklichere Ende gehabt, aber es ist von Anfang an nicht überzeugend gewesen, einen Last-Minute-Kandidaten mit unbekanntem Profil gegen einen bewährten und erfolgreichen Landrat ins Rennen zu schicken. Das hat bei Jamaika offensichtlich auch die eigenen Reihen nicht hinreichend überzeugen können“, so Fraktionschef Thomas Nissen.

„Wer vornehmlich aus Gründen der Machtdemonstration gegen breiten Widerstand in der Öffentlichkeit und Bedenken in den eigenen Reihen einen angesehenen Amtsinhaber stürzen will, ist an seinen eigenen Ansprüchen gescheitert“, sagt Matthias Ilgen, Vorsitzender des Kreisparteiausschusses, an die Adresse von CDU und Grünen. Der SPD-Kreisvorsitzende, Horst Deyerling, fordert gar personelle Konsequenzen – den Rücktritt des CDU-Fraktionsvorsitzenden Hanke und des CDU-Kreisvorsitzenden Liebing, „der als Strippenzieher im Hintergrund zielstrebig auf den Sturz von Landrat Harrsen hingearbeitet hat“.

 

 

 

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erstellt am 25.Aug.2013 | 10:18 Uhr

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