St. Peter-Ording : Spaziergänger vom Wasser eingeschlossen

Die Feuerwehr rückte gestern Nachmittag mit ihrem Luftkissenboot aus.
Die Feuerwehr rückte gestern Nachmittag mit ihrem Luftkissenboot aus.

Mit nassen Beinen und einem Schrecken endet für zwei Flensburger eine Strandwanderung in St. Peter-Ording. Sie mussten den Rückweg durchs Wasser antreten.

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04. Januar 2018, 08:00 Uhr

Die wenigen Sonnenstrahlen lockten am Mittwoch (3. Januar) etliche Gäste und Einheimische an den Strand von St. Peter-Ording. Ein Mann und eine Frau aus Flensburg unterschätzten die Höhe des auflaufenden Wassers. Es war der gesamte Bereich zwischen Ording und Badbrücke überflutet. Sie saßen in den Dünen im Bereich Bad fest. Gegen 14 Uhr, kurz nach Hochwasser, wurden DLRG und Feuerwehr von der Leitstelle alarmiert. Aufmerksame Spaziergänger hatten vom Festland aus beobachtet, dass der Mann und die Frau in den Dünen auf und ab liefen und scheinbar nach einem sicheren Weg durch das Wasser suchten. Die Zeugen wählten den Notruf.

Die Feuerwehr rückte mit zehn Einsatzkräften, drei Fahrzeugen und dem Hoovercraft-Rettungsboot aus. Seitens der DLRG eilten acht Ehrenamtliche mit den beiden Gerätewagen Wasser sowie dem Brandungsrettungsboot und einem weiteren Strömungs-Rettungsboot an den Strand. Außerdem waren Polizei und Rettungsdienst vor Ort. Von Ording aus fuhr die Feuerwehr mit ihrem Luftkissenboot an der Dünenkante entlang. Zwei der DLRG-Aktiven liefen in Überlebensanzügen die Badbrücke hinunter. Die beiden in Not Geratenen kamen ihnen da schon entgegen. Sie waren am Übergang zwischen alter und neuer Brücke über das Geländer geklettert, wie Nils Stauch, technischer Einsatzleiter der DLRG, berichtet. Sie hatten waren durchs Wasser gelaufen, dabei waren sie bis zu den Oberschenkeln nass geworden. „Außer einem Schrecken waren sie ansonsten wohlauf“, sagt Wehrführer Norbert Bies. Die beiden Gäste mussten nicht in eine Klinik eingeliefert werden. „Für die DLRG“, so bilanziert Stauch, „war das der erste diesbezügliche Einsatz im neuen Jahr. Pro Jahr rücken wir rund 30 Mal zu solchen Notfällen aus.“ Großes Lob gebührt an dieser Stelle den Ehrenamtlern: Innerhalb von nur sechs Minuten waren sie vor Ort.


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