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Husums Haushalt : Sparkurs trotz rosiger Finanzlage

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Anstehende Großprojekte wie die Neugestaltung des Dockkoogs sorgen dafür, dass Husums Politiker an der Konsolidierung festhalten.

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erstellt am 14.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Husums Finanzlage sieht rosig aus in diesem Etatjahr: „Wir haben es geschafft, aus einem befürchteten Minus von 281.400 Euro einen Überschuss von 2,5 Millionen Euro zu machen“, so CDU-Finanzexperte Ralf Fandrey bei der Beratung über die erste Nachtragshaushaltssatzung des Jahres auf der Sitzung des Stadtverordnetenkollegiums. Auch 2017 könne man wieder ohne Kreditaufnahme auskommen. Grund dafür sei eine nicht eingeplante Gewerbesteuer-Nachzahlung von 3,5 Millionen Euro gewesen. „Und bei den Personalkosten haben wir uns auch um 400.000 Euro verbessert.“

Helmut Stemke (WGH) fand ebenfalls nur lobende Worte für die Vorlage der Verwaltung, mit der diese „die sich sehr positiv entwickelnde Haushaltslage . . . aufzeigen und gegenüber den politischen Gremien . . . kommunizieren“ wollte. Stemke machte die „gute Konjunktur, den Erfolg der Husumer Unternehmen, die hohe Gewerbesteuer-Einnahmen bedeuten, und vorausschauende Entscheidungen im Rathaus“ für die gute Situation verantwortlich, warnte aber vor den zu erwartenden Defiziten in den nächsten drei Jahren durch die geplanten Investitionen in Großprojekte wie die Neugestaltung des Dockkoogs und den Hallenbad-Neubau.

Was direkt zum nächsten Tagesordnungspunkt führte, nämlich die Beratung über den interfraktionellen Plan zur Haushaltskonsolidierung 2018 bis 2020. „Auf der Ausgabenseite geht es durch die Investitionen nach oben“, warnte auch Fandrey. Deswegen sei ein „Sparpaket nötig, dessen Annahme die Bürger nicht verweigern“ dürften. Man wolle zwar keine Steuererhöhungen, weil „wir kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem habe“. Viel Geld fließe auch in die freiwillig gezahlten sozialen Leistungen. „Aber hier schrumpft unser Ermessensspielraum bald gegen Null.“ Wenn man den eingeschlagenen Sparkurs konsequent fortführe, gebe es zumindest keine Einschränkungen durch die Kommunalaufsicht wie in anderen Orten, die nicht so gut dastehen, sekundierte Horst Bauer (SPD). Und Grünen-Fraktionschef Frank Hofeditz warnte davor, an die freiwilligen Leistungen zu gehen und diese als Steinbruch zu benutzen: „Gemessen am Gesamtumfang sind die eine vernachlässigbare Größe. Das allermeiste sind Pflichtausgaben.“

Am Ende wurde der Plan zur Haushaltskonsolidierung ebenso angenommen wie zuvor der Nachtragshaushalt.

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