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Erlebnisparcours am Stollberg : Spannender Blick in die Vergangenheit

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Bau für einen Erlebnisparcours Raseneisenerz am Stollberg kann beginnen. Knapp 60.000 Euro kostet das Projket,. Wenn alles optimal läuft, dann könnte die neue Attraktion bereits im Herbt dieses Jahres fertig sein.

Die Grundlagen sind geschaffen. Nun können die Fundamente geschüttet werden. Marten Johannsen, Mitarbeiter des Bauhofes Bordelum/Langenhorn, hat entsprechende Flächen speziell für die Installation von drei geplanten Kulissenhäusern auf dem Stollberg ausgehoben. Auf dem Areal zwischen der im vergangenen Jahr neu entstandenen Aussichtsplattform aus Holz und dem Sendeturm wollen die Ehrenamtler des Vereins für Natur und Kultur rund um den Stollberg einen Erlebnisparcours zum Thema Eisenerzfundstätten Büttjebüll und Joldelund schaffen.

Zur Idee erläuterte Vereins-Chef Heinrich Becker vor Ort: „Wir haben in Büttjebüll und Joldelund die größten Raseneisenerzvorkommen Europas. Trotz der Hinweise auf den angebrachten Beschilderungen sagen uns Gäste immer wieder, dass das einmalige Phänomen der Region zu wenig herausgestellt worden ist.“ So sei die Idee entstanden, einen Parcour auf dem Stollberg als Mittelpunkt im Amtsbereich Mittleres Nordfriesland zur Thematik zu schaffen. Die grobe Planung ist mit Hilfe der Fachleute Susann Becker und Reimund Jung vom Büro NaturErleben in Kiel vorgenommen worden. Was noch fehlt, ist der Feinschliff. Der erfolgt in diesen Tagen. „Die Kulissenhäuser mit Info-Tafeln davor sollen zeigen, wie die Menschen in der Eisenzeit ab etwa 800 vor Christi gelebt haben, die Verarbeitung des Eisenerz erfolgte und das Gestein überhaupt entstanden ist“, erläutert die Fachfrau. Zu diesem Zweck soll eine Fantasie-Figur zusätzlich auf den Tafeln oder auch in den Häusern locker „erzählen“, wie es damals gewesen war. So sollen die einzelnen Stationen erklärt werden. „Wir nennen die in der Mache befindliche Figur erst mal Brami, Sohn des Schmieds“, ergänzt Jung schmunzelnd.

Auch über den Bau eines Rennfeuerofens, mit dem das Erz geschmolzen worden ist, wird noch nachgedacht. Das ehrgeizige Ziel der Vereinsmitglieder: Die Eröffnung soll am 2. Oktober stattfinden. „Ich rechne mit Kosten von knapp 60 000 Euro. Finanziert wird das Projekt aus Fördertöpfen der Aktiv-Region Nordfriesland-Nord, BINGO Umweltlotterie, Zuschüssen vom Amt Mittleres Nordfriesland und Sponsorengeldern. Eine Überraschung hatte Heiner Ehlers für seine Vorstandskollegen parat. Er nahm seinen vor wenigen Tagen gefeierten 70. Geburtstag zum Anlass, 750 Euro zugunsten des Projektes zu spenden. Fein säuberlich in einem Briefumschlag verpackt, überreichte er das Geld in bar an die Schatzmeisterin Anita Huhs. „Ich kann nur Danke sagen an Dich als Gründungsmitglied“, erklärte der Vorsitzende. Ehlers sei seit Vereinsgründung vor elf Jahren der Motor für viele Projekte gewesen. Maßgeblich beteiligt gewesen ist er an der Gestaltung der Erlebnisrouten. „Sie tragen seine Handschrift“, so Becker. Mit von der Partie waren übrigens auch die Vorstandsmitglieder Bärbel Becker, Friedrich Petersen, Frank Anton sowie Felix Middendorf, als neuer Mann an der Spitze der Abteilung Regionalentwicklung beim Amt Mittleres Nordfriesland.

Das nächste Projekt steht bereits auf der Agenda des Vereins. Die bessere Darstellung der Erlebnisroute Söbenbargen bei Ahrenshöft. „Wir wollen einen Schritt nach dem anderen machen“, sagt Becker.

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