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Positive Bilanz : Sonne hilft aus den roten Zahlen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Starke Umsatzeinbußen verzeichnete die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording im ersten Halbjahr. Doch der schöne Sommer machte diese dann wett. In einigen Bereichen sind die Vorgaben schon mehr als erfüllt, beispielsweise bei der Tagesgästekarte.

Eine Wechselbad der Gefühle bescherte das Wetter in diesem Jahr den Verantwortlichen der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording (TZ). Der lange kalte Winter, der bis in den April zu spüren war, dann der nasse und kühle Mai und der wechselhafte Juni verregneten der TZ die Bilanz. „Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen, um 6,3 Prozent“, sagte Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier in der Sitzung des Fachausschusses der Gemeinde. „Am 30. Juni hätte man wirklich Trübsal blasen können, wenn es denn so weiter gegangen wäre.“ Aber mit dem Juli kam die Sonne, und die Umsätze stiegen mit den Temperaturen in die Höhe. „Wir haben im Juli alle Verluste in den Bereichen Strandkorb-Vermietung, Tageskurabgabe und Strandparken kompensiert und noch Gewinn gemacht“, sagte Balsmeier. „Und der positive Trend hat sich im August fortgesetzt.“ Er machte das mit folgenden Zahlen deutlich: Der Planansatz für das Jahr 2013 bei der Tageskurabgabe lag bei 840 000 Euro. Bis zum 26. August hat die TZ bereits 899 000 Euro eingenommen, im Vorjahr kam sie bis Ende August nur auf 819 000 Euro. Bei den Parkgebühren ist es das selbe Spiel: Planansatz war 557 000 Euro, bislang erreicht sind 617 000 Euro, und im Vorjahr waren es 564 000 Euro. Und bei den Strandkörben sind es 308 000 Euro (Ansatz) zu 320 000 Euro (2013) zu 281 000 Euro (2012).

Und trotz des schlechten Wetters im vergangenen Jahr schaffte die TZ auch für2012 noch einen Überschuss von knapp 502 000 Euro, wie Balsmeier erklärte. „Wir sind froh, dass wir in den Jahren von 2010 bis 2012 positive Ergebnisse erzielt haben.“ Er dankte ausdrücklich allen Mitarbeitern der Tourismus-Zentrale, die zu diesem positiven Ergebnis beigetragen haben, und den Gemeindevertretern für die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Und Wilhelm Bahrenfuß (AWG) erinnerte daran, dass zu dem guten Ergebnis auch die Betriebe im Nordseebad mit der Fremdenverkehrsabgabe beigetragen hätten.

Eine längere Diskussion entspann sich dann darum, wie künftig mit der Befreiung von der Kurabgabe umgegangen werden soll. Bislang ist es so, dass Verwandte von St. Peteranern diese Vergünstigung in Anspruch nehmen können. Es handelt sich dabei um Kinder, Enkel, Geschwister, Nichten und Neffen, Eltern, Großeltern und Schwiegerverwandte. Der Vorschlag der Verwaltung lautet, diesen Personenkreis auf Angehörige ersten und zweiten Grads in gerader Linie einzuschränken. Sie werden ferner nur dann von der Kurabgabepflicht ausgenommen, wenn sie weder Kur- und Erholungseinrichtungen nutzen noch Veranstaltungen besuchen. Zufrieden waren die Ausschussmitglieder damit nicht. Es wurde vorgeschlagen, einen entsprechenden Ausweis einzuführen. Balsmeier zeigte daraufhin, einige sehr überzeugende Fälschungen von Kurkarten. Auch wurde über den Grad der Verwandtschaft diskutiert. Bahrenfuß meinte schließlich, warum denn die Verwandten nicht einfach bezahlen sollten? Die Tagesgästekarte beläuft sich auf drei Euro. Kurz, es gab keine Einigung, das Thema wurde an die Verwaltung und in die Fraktionen zurückverwiesen.

Einstimmig beschlossen wurde dagegen die Ausführung der neuen Bäderregelung, die von den Kirchen landesweit durchgesetzt worden ist, und die für den Einzelhandel gilt. In St. Peter-Ording werden demnach die Geschäfte sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet haben, außer in der Zeit vom 1. November bis 16. Dezember und vom 9. Januar bis 14. März, dann müssen sie sonntags ganz geschlossen sein. In dieser Zeit darf sonntags nur zu einem bestimmten Anlass geöffnet werden, und das auch nur zwei Mal. Der Ausschuss entschied sich für den Sonntag vor dem 15. März. Der zweite Wunsch ist der Sonntag vor oder nach der Biike. Es ist aber noch offen, ob das Ministerium das genehmigt. Die Zeiten und Daten waren mit den Handeltreibenden im Ort abgestimmt, wie Balsmeier erklärte.

 

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erstellt am 04.Sep.2013 | 12:00 Uhr

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