Tating : Solarpark-Planung wird konkret

Hans Jacob Peters (r.) verabschiedet Erhard Pölig.
Hans Jacob Peters (r.) verabschiedet Erhard Pölig.

Die neue Tatinger Gemeindevertretung verabschiedet in ihrer ersten Sitzung den Auslegungsbeschluss für den Solarpark-Bebauungsplan.

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14. Juni 2018, 14:00 Uhr

Die Planungen für den Solarpark an B 202 bei Tating gehen stetig voran. Und so stand das Projekt auch gleich auf der Tagesordnung der ersten Sitzung der neuen Gemeindevertretung von Tating, die unter der Leitung ihres einstimmig wiedergewählten Bürgermeisters Hans Jacob Peters tagte. Einstimmig sprach sich das Gremium für den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes sowie des Bebauungsplanes Nr. 13 für das Gebiet Heisternest nördlich an der Bahnlinie Tönning-St. Peter-Ording zwischen östlich Süderdeich und westlich der Gemeindegrenze zu Kirchspiel Tating. Der Plan wird also demnächst in der Amtsverwaltung zur Einsicht ausliegen.

Die Firma Wattmanufactur aus Galmsbüll will auf einer Fläche von etwa zehn Hektar an der Bahnlinie den Solarpark errichten. Die Kosten für die Bauleitplanung will die Firma übernehmen. Die Module werden an der Unterkante eine Höhe von 80 Zentimeter haben, an der Oberkante von 2,5 Meter und auf Pfählen stehen. Die Module werden pro Jahr für zehn Millionen Kilowattstunden sorgen. Die Gewerbesteuer aus dem Solarpark soll zu 100 Prozent an die Gemeinde Tating gehen.

Kirsten Korthals vom Planungsbüro „Pro Regione“ und Marco Reinhold von „Wattmanufactur“ hatten in der Sitzung über die Einwendungen referiert, die in den Entwurf eingearbeitet werden sollen. Höhe, Blendgefahren, ein Zaun für mehr Sicherheit, eine Begrünung mit Hecken und Ausgleichsflächen waren Gegenstand der Aussprache. Zustimmung fand die Forderung von Oke Pölig, dass die Gemeinde, sollte es zu Straßensperrungen für Kabelverlegungen kommen, miteinbezogen werden müsse.

Doch bevor der kommunalpolitische Alltag die Gemeindevertreter eingeholt hatte, war es noch mal feierlich geworden. Hans Jacob Peters hatte die Sitzung – sie verlief weitgehend auf Platt – eröffnet. Er sagte unter anderen: „Wi dörf üm de Saak strieden, blots dörf wi dorbi ni persönlich warrn. Wi brukt Fachweten. Ok twee jünge Lüüd sitt hier mit an’n Disch. Dat freut uns.“ Als neuestes und jüngstes Mitglied der Vertretung begrüßte er Matthis Hecke (CDU).

Höchst wertschätzend wandte er sich danach in persönlichen Worten an Erhard Pölig, der seit 1982 durchgehend für die CDU Mitglied in der Tatinger Gemeindevertretung gewesen ist und nun ausschied. „In all de Johrn hest Du een Barg Erfahrung sammelt. Ruhig un gelaaten hest du dien Meenung seggt. Wi brukt di ok nu noch. Du büst je ni ut de Welt.“ Als bürgerliches Mitglied ist Erhard Pölig auch weiterhin tätig im Planungsausschuss sowie als erster Stellvertreter im Friedhofsbeirat. Erhard Pölig dankte herzlich und bekannte: „Nu ni mehr an‘n Disch mit to sitten, is ni slimm, avers nu den Mund to holen, dat is veel slimmer.“

Genehmigt wurde zum Schluss noch die Prüfung der Schlussbilanz der Gemeinde Tating zum 31. Dezember 2014. Der Überschuss in Höhe von 8066,51 Euro ist somit der Rücklage für das Jahr 2015 zuzuführen.

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