Herzenswunsch junger Olderuper : Skater-Anlage als neuer Treffpunkt

Auf den Curbs – so werden die Hindernisse beim Streetskaten bezeichnet – können die Jugendliche „sliden“ und „grinden“.
Auf den Curbs – so werden die Hindernisse beim Streetskaten bezeichnet – können die Jugendliche „sliden“ und „grinden“.

Die Olderuper Daniel Clausen sowie Lennart und Morten Schwerin haben es geschafft, im nördlichen Teil des Dorf-Platzes „Dörplotten“ eine Skaterbahn zu verwirklichen.

shz.de von
20. Juni 2014, 16:00 Uhr

Der Gemeinderat der 450-Seelen-Gemeinde Olderup erfüllte den Jugendlichen mit dem Bau einer Skaterbahn einen Herzenswunsch. Im nördlichen Teil des Dorf-Platzes „Dörplotten“ installierte die Gemeindevertreter eine umzäunte Anlage von etwa 150 Quadratmeter Größe, die Bürgermeister Thomas Carstensen am Donnerstag, 19.Juni, feierlich übergab. „Ich wünsche den jungen Leuten allzeit unfallfreie Fahrten und uns, dass die Jugendlichen der kommenden Generationen die Anlage weiter nutzen“, sagte Carstensen.

Den berühmten Stein hatten die Jugendlichen Daniel Clausen sowie Lennart und Morten Schwerin aus Olderup ins Rollen gebracht. Die begeisterten Skater-Fahrer hatten für das Projekt mit der Sammlung von Unterschriften grünes Licht von den Dorfbewohnern geholt und stellten in einer Gemeinderats-Sitzung den Antrag. „Wir alle waren überrascht und diskutierten das Thema zunächst kontrovers“, fasste der Bürgermeister rückblickend zusammen. Doch die jungen Leute hätten mit ihren selbst erarbeiteten Plänen und ihrem Engagement Eindruck hinterlassen. Sie erklärten sich bereit, sich bei der Auswahl der Geräte und deren Anordnung mit einzubringen. Außerdem übernahmen sie die Verantwortung für das Terrain. Sie werden nicht nur ein waches Auge darauf haben, so dass es unverschlossen bleiben kann, sondern auch zusammen mit den Jägern als nötige Ausgleichsmaßnahme Bäume an geeigneten Stellen pflanzen. Schließlich sollte die Anlage nicht nur für Jugendliche aus dem Ort zugänglich sein, sondern für alle, auch aus den umliegenden Dörfern. Nachdem die Fördermöglichkeiten ausgelotet worden waren, so Carstensen, segnete die Gemeindevertretung das Bauvorhaben einstimmig ab. 38.500 Euro sollte die Anlage kosten. 26.000 Euro wurden schließlich ausgegeben. Der Bürgermeister stellte zudem fest, dass ein Schallgutachten vorliege. Es sollte sicher gestellt sein, dass die Bewohner des nahen Baugebietes keine Nachteile haben. „Unser Dörplotten wird immer mehr zum Treffpunkt für Jung und Alt“, bestätigte der Gemeindechef.

Die Ringreiterfeste finden dort statt und auch die Grillhütte werde gut genutzt. Er hoffe, dass demnächst ein weiterer Baustein zur Attraktivitätssteigerung hinzukommen könne, nämlich ein Boule-Platz.

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