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Badesee in Neukirchen : Skandaløs: Ein Festival der Sinne

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Am Badesee in Neukirchen steigt das dritte Skandaløs-Festival mit viel Musik und Kultur. Erwartet werden mehr als 3000 Besucher. 47 Bands und DJs aus elf Nationen sind dabei.

Es ist angerichtet. Zum dritten Mal bittet der Verein Kulturflut Skandaløs zu einem Musik- und Kunstfestival an das Hülltofter Tief, einem Badesee nahe der Nolde-Stiftung in Neukirchen. Es beginnt morgen (6.) mit der Anreise und endet am Sonntag früh mit der Heimreise der Teilnehmer. Dazwischen drängt sich ein umfangreiches Programm für alle Sinne, bunt wie das Vereins-Markenzeichen – eine Möwe, die für Vogelfreiheit und Vielfalt steht und angesichts der Fülle von Offerten zum Paradiesvogel mutiert ist. Zum Festival erwarten die Veranstalter bis zu 3500 Besucher.

Woodstock oder Wacken im Miniformat im nordfriesischen Neukirchen? Fast, könnte man sagen. Aber eben nur fast. Denn die Veranstalter, ein norddeutsches Studenten-Quintett, bleiben auf dem Teppich. Woodstock ist 46 Jahre fern und Wacken 130 Kilometer weit weg. „Wir sind Hülltoft“, hält Pressesprecherin Clara Teuchert dagegen. „ Wir öffnen eine musikalische Schatzkiste, haben jede Menge Kunst, Theater, Poetry und Lesungen zu bieten.“ Letzteres sogar von Rüdiger Nehberg („Der mit den Würmern“), dem Überlebenskünstler und Menschenrechtler.

Es gilt, Augen und Ohren weit offen zu halten, empfehlen die jungen Leute. „Aber das kommt von ganz allein“, ist sich Clara Teuchert sicher. Sie und ihr Bruder Simon, Leon von der Burg sowie die beiden aus dem Gotteskoog stammenden Geschwister Imke und Dirk Petersen gehören dem harten Kern und Vorstand des 2011 gegründeten Vereins an, der mit seinen Festivals 2011 und 2013 auf Anhieb Erfolg hatte – mit zuerst 2000, dann 3000 Besuchern. Das macht dem Quintett Mut, am zweijährigen Turnus festzuhalten, der auch Neukirchens Bürgermeister Peter Ewaldsen vorschwebt.

Dafür hat die Gemeinde vorgesorgt und das 1,7 Hektar große Festgelände (vorher Ausgleichsfläche für die Lübke-Kooger Windmüller) erworben. Auch gehört die Gemeinde zu den Sponsoren des Festivals und spendiert Strom und Wasser. Unterstützt wird Skandaløs außerdem von der VR-Bank Niebüll, der Stiftung Nordfriesland, der Flensburger Brauerei, Lemonaid, fritz-kola und der „eeNORD“ GmbH & Co.KG Lübke-Koog („Gemeinsam Wind machen“).

Das musikalische Programm werden 47 Bands und DJs aus elf Nationen bestreiten – unter anderem aus Deutschland, Skandinavien, Frankreich, England, Südafrika und dem Libanon. Angesagt sind Blues, Jazz, Folk, HipHop, E-Musik und Singer-Songwriter.

Das künstlerisch-kulturelle Drumherum füllt ein breites Spektrum. Gespielt und agiert wird sowohl unter freiem Himmel als auch unter Zeltdächern. Es wird viel zu entdecken und auch Gelegenheit zu Mitmachen geben. Gesorgt dafür ist in Workshops, bei Kinderbetreuung, Sport und in einem Kinozelt, in dem Kurzstreifen über die Leinwand flimmern. Ein Platz nebenan ist für Camper vorgesehen. Den Veranstaltern stehen an die 200 Helfer zur Seite. Das Gelände ist „illuminiert“. Stände sorgen für’s leibliche Wohl.

Das Skandaløs-Festival hat übrigens nichts mit einem „skandalösen Geschehen“ zu tun, wie der ungewöhnliche Name vermuten lassen könnte. Die Buchstaben „Skan“ deuten auf die skandinavische Nachbarschaft hin, insbesondere zum nur ein einige Steinwürfe entfernten Dänemark. Das Festival verspricht nichts anderes als ein „magic weekend“, wie es heißt. Es soll eine Plattform für die Lebensart in Stadt und Land sein, ein Einstieg für talentierte Newcomer, eine Bühne für junge Künstler und Projekte sowie für grenzenlose Kunst.

Tickets kosten für alle drei Tage 52 Euro, für Besucher bis 16 Jahre 20 Euro und für Kinder bis 12 nichts. Nähere Details für das kulturelle Großereignis in Nordfriesland sind im Internet unter www.skandaloes-festival.de zu finden.

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