zur Navigation springen

Süderhafen Nordstrand : Silobetrieb wird geschlossen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Hauptgenossenschaft Nord teilt mit: Wirtschaftliche Gründe sind der Auslöser für die Aufgabe des Silobetriebs im Süderhafen auf Nordstrand. Landwirte müssen ihre Ernte künftig in Husum abliefern.

55 Flüchtlinge sind derzeit auf Nordstrand untergebracht. Darüber informierte Bürgermeister Werner-Peter Paulsen in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Es laufe gut auf der Halbinsel mit der Betreuung durch ehrenamtliche Kräfte. Drei pensionierte Lehrerinnen geben Deutschunterricht und viele andere leisteten nötige Alltagshilfen. „Mein Dank gilt allen Freiwilligen“, so der Gemeindechef.

Inzwischen sind zudem alle Gemeindestraßen ausgebessert worden. Vor allem die Banketten seien wieder befahrbar. Eine bittere Pille müsse hinsichtlich des Süderhafens geschluckt werden. Die Hauptgenossenschaft Nord AG in Kiel habe mitgeteilt, dass der Silobetrieb aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen werde. Zukünftig müssten die Landwirte also ihre Ernte in Husum abliefern. HGV-Vorsitzender Jürgen Pöthau heimste Applaus ein. Er verkündete, dass der Verein zwei Bänke für die entstehende Deichpromenade sponsern wird.

Einstimmig votierte das Gremium für die Haushaltssatzung 2016 mit Stellen- und Investitionsplan. „Wir müssen mit einem voraussichtlichen Fehlbetrag von 962.100 Euro rechnen“, so der Finanzausschuss-Vorsitzende Jörg Bahnsen. Viele Faktoren, insbesondere die hohen Pflichtaufgaben, würden dazu führen. „Geringere Schlüsselzuweisungen, steigende Kreis- und Amtsumlagen, hohe Investitionen, der Neubau eines Kindergartens mit Krippe und Mensa an die Schule oder Eigenanteile für die Neugestaltung der Deichpromenade, sorgen für höhere Ausgaben“, so Bahnsen. Bei der Gewerbesteuer wird mit einem Aufkommen von 250.000 Euro gerechnet. 2015 waren es 404.000 Euro. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer steigt von 548.500 auf 575.000 Euro. Die Einnahmen aus der Grundsteuer A betragen voraussichtlich 101.300 Euro (2015: 102.000 Euro), Grundsteuer B 356.000 Euro (davor 354.500 Euro).

Die Schlüsselzuweisungen verringern sich auf 745.600 Euro. 2015 waren es 774.700 Euro. Die Kreisumlage wird 779.700 Euro betragen (2015: 706.400 Euro), die Amtsumlage statt 350.100 Euro im ablaufenden Jahr nun 371.900 Euro. Die Gewerbesteuerumlage wird bei 46.700 Euro liegen (2015: 75.500 Euro).

Als Kostenausgleich für den kirchlichen Kindergarten werden 186.400 Euro ohne Abschreibung (2015: 172.600 Euro) zu zahlen sein. Die Steigerung ist auf höhere Personalkosten wegen verlängerter Öffnungszeiten zurückzuführen. Die Kommune unterhält eine Gemeinschaftsschule mit Grundschulteil, die eine Schülerzahl von 146 aufzuweisen hat. Auf der Hallig Nordstrandischmoor wird eine Grundschule mit Sekundarstufe mit vier Schülern betrieben. An Schulkostenbeiträgen sind für 80 Schüler 95.100 Euro zu zahlen, insgesamt also 479.200 Euro. Der Betriebszuschuss an den Kurbetrieb beträgt 769.800 Euro (2015: 843.400 Euro).

Die wichtigsten Investitionen werden Anschaffungen für die Freiwillige Feuerwehr für eine Abgas-Sauganlage und Ausrüstungen, wie eine Wärmebildkamera, mit insgesamt 24.500 Euro, Planungskosten für den Anbau an das Feuerwehrgerätehaus mit 35.000 Euro, ein Whiteboard für die Herrendeichschule sowie Mobiliar von 14.000 Euro, Geräte für den Bauhof mit 15.000 Euro, oder Mehrkosten für die Neugestaltung der Deichpromenade mit 113  600 Euro, sein. Für den Anbau an die Schule sind knapp 300.000 Euro veranschlagt worden. Die Hebesätze bleiben bei der Grundsteuer A 370 Prozent, B 390 Prozent sowie Gewerbesteuer 370 Prozent. Im Haushalt 2016 werden im Ergebnisplan 2,691 Millionen Euro Erträge und Aufwendungen von 3,653 Millionen Euro festgesetzt, so dass sich besagter Fehlbetrag von 962  100 Euro ergibt. Im Finanzplan werden Auszahlungen von 3,477 Millionen Euro, Einnahmen über 2,630 Millionen Euro, Einzahlungen aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit 408.700 Euro, Auszahlungen aus Investitionstätigkeit mit 513.700 Euro, festgesetzt. Der Stellenplan weist wie bisher 7,41 Stellen aus.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen