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700 Tonnen Salz im Vorratslager : Sieben Stunden Winter-Arbeit

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Dank der Mitarbeiter des Kommunalen Servicebetriebes hatten die Husumer um Punkt 8 Uhr von Schnee befreite und gestreute Straßen. Priorität haben immer die Hauptwege.

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erstellt am 08.Jan.2016 | 17:42 Uhr

Während die meisten Husumer noch schliefen, sorgten sie für rutschfreie Straßen und Wege: Von 1 bis 8 Uhr dauerte am Freitag (8. Januar) der Einsatz von 15 Kräften des Kommunalen Servicebetriebes Husum (KSH). Der zuständige Mann vom Bereitschaftsdienst – diesmal war es ein Mitarbeiter des Bauamtes – hatte die Gruppe alarmiert. Eine Bereitschaft läuft immer von Freitagmittag bis Freitagmittag. Diesmal ist KSH-Teamleiter Thomas Leißner dran, der deshalb schon von Berufs wegen den Wetterbericht verfolgt. „Die Temperaturen bleiben eben über – eben unter Null. Es muss mit Schneefall gerechnet werden.“

Insgesamt stehen für den Winterdienst zwei Gruppen mit jeweils 15 Mann, die sich abwechseln können, bereit. Zu ihrem Fuhrpark gehören zwei große und drei kleine Schlepper, ein Lkw, ein Radlader und rund zehn Pritschenwagen.

Für die Stadtbewohner war es der erste ernst zu nehmende Wintereinbruch für 2015/2016 – für die Kräfte des KSH der zweite größere Einsatz. Denn im November musste die Mannschaft schon einmal aktiviert werden. Offiziell läuft ihre „Saison“ vom 1. Dezember bis zum 15. März. Schon bei einem Grad unter Null muss für sichere Straßenverhältnisse gesorgt werden.

Da die Arbeiter sehr früh ausgerückt waren, konnten sie ihren Auftrag ohne Behinderungen durch Verkehrsteilnehmer erfüllen. „Eisregen fiel nur für kurze Zeit auf den Schnee“, erklärte Thomas Leißner. Da bei drei bis vier Grad minus Glättegefahr bestand, wurde nicht nur Schnee weggeräumt, sondern auch Salz auf die Straßen gestreut. „Anderes wirkt nicht.“ Für Rad- und Gehwege ist Sand vorgesehen, darin ist etwas Salz enthalten, damit der Sand nicht einfriert und verklumpt.

700 Tonnen Auftausalz hat der Servicebetrieb in seinem Vorratslager. Es besteht zu mindestens 94 Prozent aus herkömmlichem Kochsalz. Entscheidend bei der Unterbringung ist, dass das Salz nicht nass wird, denn sonst wäre es nicht mehr für den Winterdienst zu gebrauchen. Bezugsquelle für die Husumer ist die Deutsche Straßendienst GmbH.

In Nordfrieslands Kreisstadt mit Schobüll werden nach einem Plan zehn verschiedene Touren abgearbeitet – Rödemis, Dreimühlen, die Innenstadt, städtische Gebäude und Haltestellen gehören zu den Einsatzgebieten. Schließlich müssen Prioritäten gesetzt werden: In der Praxis bedeutet dies, dass zuerst alle Hauptstraßen frei und sicher sein sollen.

Der Winter nimmt aber auch die Bürger in die Pflicht. Fällt Schnee müssen Hauseigentümer oder Mieter früh aufstehen und werktags in der Regel von 7 bis 20 Uhr Wege frei schippen. Hat sich Glatteis gebildet, muss sofort gestreut werden.

Auf den Straßen hat der erste Wintereinbruch weder zu Verkehrschaos noch zu vermehrten Einsätzen von Polizei und Rettungsdienst geführt. Am Morgen geriet auf der Bundesstraße 5 – in Höhe der Abfahrt zur B  200 – ein Lastkraftwagen ins Schleudern und stand für einen Moment quer zur Fahrbahn, berichtete die Polizei. Aber dieses Problem war schnell behoben. Ansonsten seien die motorisierten Verkehrsteilnehmer offenbar sehr umsichtig mit den veränderten Witterungsbedingungen umgegangen und hatten sich darauf eingestellt, hieß es auf Anfrage aus der Regionalleitstelle Nord in Harrislee. Für den einen oder anderen Fußgänger kam der eintägige Schneewinter da offenbar überraschender. Da geriet schon mal jemand ins Straucheln und in zwei, drei Fällen gab es auch kein Halten mehr. Aber ernsthaft verletzt wurde niemand.

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