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Pilotprojekt der Gemeinschaftsschule Husum Nord : Sicher auf dem Schulweg

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für alle Schüler der Gemeinschaftsschule Husum Nord sind Pläne mit dem sichersten Weg zum Unterricht erarbeitet worden. Straßenkarten weisen auf Gefahrenpunkte hin. Auch die Eltern bekommen die Pläne an die Hand.

Husums Schulwege sollen sicherer werden – und um das zu erreichen, hat sich die Arbeitsgruppe Innovative Verkehrskonzepte des Themas angenommen und für die erste Schule – die Gemeinschaftsschule Husum Nord – auch schon eine Schulwegplanung entwickelt. „Ausgangspunkt war das Radwegekonzept“, erläutert Dr. Barbara Ganter, Grünen-Stadtverordnete und Mitglied der Arbeitsgruppe. „Und es gibt auch eine Software, mit der man einen solchen Plan leicht entwickeln kann.“ Die Intention sei gewesen, die Kinder von den großen Straßen wegzuhalten und für den Schulweg ruhigere Straßen auszuwählen.

Konkret sieht das so aus, dass das Straßennetz rund um die betreffende Schule zunächst auf Gefahrenpunkte hin abgeklopft wird. Markiert werden auf dem Schulwegplan Gehwege, Gehwege auf der Straße, Zebrastreifen, Ampeln und ähnliches. Der empfohlene Schulweg wird dann von verschiedenen, in den Wohngebieten rund um die Schule gelegenen Ausgangspunkten aus grün markiert. Ein Informationsblatt mit Hinweisen zu den besonderen Gefahrenpunkten und den allgemeinen Regeln für Radfahrer im Straßenverkehr ergänzt den Plan.

„Wir sind froh, ein Projekt gefunden zu haben, wo wir mit dieser Arbeitsgruppe zusammenwirken können“, sagt Dieter Boe, Schulleiter der Gemeinschaftsschule Nord. „Für die Frage, wie wir unsere Schüler sicher in die Schule bekommen, haben wir in dieser Gruppe einen wichtigen Ansprechpartner gefunden. Beisteuern mussten wir nur die Informationen über den Einzugsbereich.“ Er sei erstaunt, wie akribisch die Erarbeitung des Plans erfolgt sei und wie genau auf die besonderen Gefahrenpunkte hingewiesen werde. „Jetzt können wir das Thema im Verkehrsunterricht aufgreifen und mit den Schülern darüber reden.“ Jedem Schüler der fünften Klasse werde der für ihn maßgebliche Ausschnitt des Plans an die Hand gegeben, was aufwändiger klinge, als es sei: „Tatsächlich brauchen wir nur sechs verschiedene Ausschnittpläne.“

Die Eltern werden ebenfalls mit eingebunden, so Boe weiter. „Die sollen die Kinder an die sicheren Wege gewöhnen.“ Dazu werde ein Internet-Link freigeschaltet, unter dem sie die Pläne aufrufen und selbst ausdrucken können. „Und wir appellieren an Schüler und Eltern, das Angebot auch zu nutzen“, ergänzt Ordnungsamtsleiter Günter Zumach. Seine Behörde begleitet das Projekt.

Kontrollieren werde man von Seiten der Schule die Einhaltung allerdings nicht, so Boe. „Wir werden aber die Eltern bitten, darauf zu achten, dass ihre Kinder auch wirklich den Weg nehmen, der ihnen auf dem Plan vorgegeben ist.“

Die Planung für die Gemeinschaftsschule Nord ist ein Pilotprojekt: „Jetzt, wo wir wissen, wie es geht, wird es leicht sein, auch für die anderen Husumer Schulen entsprechende Pläne zu erstellen“, sagt Barbara Ganter. Als nächstes sei die Ferdinand-Tönnies-Schule an der Reihe. Die Unterlagen zum Einzugsbereich habe die FTS schon eingereicht. „Und wir werden das Projekt auf einem Treffen der Husumer Schulleiter vorstellen. Das Interesse ist sehr groß.“

 

 

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erstellt am 08.Okt.2014 | 13:00 Uhr

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