Kolumne Küstenschnack : Shopping-Tipps für Pendler

Bahnkunden auf dem Husumer Bahnhof.
Bahnkunden auf dem Husumer Bahnhof.

Was sollte sich ein Marschbahn-Pendler von 50 Euro Entschädigung kaufen? Unsere Kollegin hat sich Gedanken gemacht.

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25. Februar 2018, 07:00 Uhr

Wie weit kommt man mit 50 Euro? Über die niedrige Entschädigungssumme zu jammern, die das Land den leidgeplagten Marschbahn-Pendlern zugestanden hat, bringt nix. Jetzt heißt es, das Geld so zu investieren, dass das Elend zumindest kurzfristig möglichst minimiert wird. Von 50 Euro könnte man zwei Blumensträuße kaufen, um Partner oder Freunde zu besänftigen, mit denen die Verabredung schon wieder geplatzt ist. Und klar, vier zusätzlich bezahlte Überstunden für den Babysitter würden das Pendler-Baby zwei, drei Abende davor bewahren, allein auf ein Elternteil warten zu müssen, das wiederum auf verspätete Züge wartet.

Aber wir wollen heute nur an den Pendler selbst denken. Die erste Idee ist natürlich, sich von der Deutschen Bahn unabhängig zu machen (eine Idee, die der Landespolitik übrigens auch dringend ans Herz gelegt sei): Mit dem Wattentaxi kostet eine Fahrt von Schlüttsiel nach Hörnum 31 Euro. Danach sind noch 19 Euro übrig, um die restlichen Bahnfahrten eines Monats erträglicher zu gestalten. Beispielsweise mit einer Flasche homöopathischer Entspannungstropfen (12 Euro), einer Schlafmaske (2 Euro) und einer Packung Ohrstöpsel (3 Euro). Für den Preis einer Wattentaxi-Fahrt kann der Pendler auch ein günstiges Schlauchboot erwerben. Fällt die Wahl auf diese Abenteuer-Variante, sei geraten, das Restgeld prophylaktisch an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zu spenden. Der radikalere Weg, sich von den 19 Euro drei Flaschen Discounter-Korn zu holen, um sich das Pendler-Elend schön zu saufen, wollen wir an dieser Stelle natürlich nicht propagieren.

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