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Neue Hoffnung für Bredstedt : Shopping-Mall statt Leerstand

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Investor steht in Kaufverhandlungen mit den Eigentümern des Sky-Markt-Gebäudes. Nach der Schließung im kommenden Oktober ist ein Umbau geplant.

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erstellt am 01.Jun.2017 | 12:45 Uhr

„Die größte Sorge, dass wir eine Bauruine bekommen, ist vom Tisch“, sagte Bredstedts Bürgermeister Knut Jessen (WGB) in der jüngsten Bauausschusssitzung. Gemeint ist der Sky-Markt östlich der Tondernschen Straße. Die Filiale wird zum 30. September geschlossen (wir berichteten), der Mietvertrag mit dem Eigentümer läuft aus, seit Oktober 2016 steht das Gebäude zum Verkauf. Hier zeichnet sich die Möglichkeit einer Nachnutzung an, so Jessen. Derzeit stehe ein Makler aus Elmshorn im Auftrag eines Investors mit der Gebäudeeigentümerin, einer Holding mit Sitz in Kanada, in Kontakt und hätte eventuell die Möglichkeit, das Gebäude günstig zu erwerben. Klappt alles, könnte hier schon bald ein neues Nahversorgungszentrum entstehen.

Jetzt kommt die Stadt ins Spiel, denn die Pläne machen eine Änderung des Bebauungsplanes für das Sondergebiet nötig. Und aus diesem Grund hatte der Bauausschuss das Thema auf die Tagesordnung genommen. Schon zu Wandmaker-Zeiten – als Filiale war das Gebäude 1994 auf dem etwa 12.963 Quadratmeter großen Areal errichtet worden – sei auf der 4.000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche ein Lebensmittelbereich von mindestens 2.000 Quadratmetern festgelegt worden. Das sei dem jetzigen Interessenten zu viel, damit könne er nichts anfangen, so der Bürgermeister. „Das ist auch eine Menge.“ Er gab zu bedenken, dass das derzeit im Bau befindliche Aldi-Gebäude an der B5 eine geplante Verkaufsfläche von 1.400 Quadrat-Meter umfasse. Die Bauausschussmitglieder sahen es ebenso und sprachen sich für eine Aufhebung der im B-Plan festgelegten Mindestnutzfläche von 2.000 Quadratmetern für Lebensmittel aus. Genaueres soll nun ausgearbeitet werden, dann hat die Stadtvertretung das letzte Wort.

Wie geht es dann weiter? „Der Makler bringt Planer, Investor und mehrere künftige Nutzer zusammen“, erklärt Knut Jessen auf Nachfrage unserer Zeitung die weitere Verfahrensweise. Was genau geplant ist, sei noch nicht spruchreif, da diese Verhandlungen noch laufen. Jedoch könnte eine aus mehreren Märkten bestehende Shopping-Mall mit unterschiedlichem Angeboten, inklusive Lebensmitteln, entstehen.

Bereits in der Innenstadt habe man bei der Nachnutzung des ehemaligen Sky-Gebäudes nach demselben Prinzip gute Erfahrungen gemacht, sagt der Bürgermeister. „Es passiert etwas“, freut sich Knut Jessen über die Chance, auch das Sondergebiet Einkaufszentrum neu zu beleben. Das sei für Bredstedt und die Einwohner wichtig. Ein womöglich über mehrere Jahre leer stehendes Gebäude wäre für ihn undenkbar gewesen. Nach wie vor hält er den Standort für sehr attraktiv: „Ob nun neue oder alte B5: die Anbindung bleibt gut.“

Der Investor rechne laut Jessen nach dem Abzug von Sky mit einer Umbauzeit von etwa einem halben Jahr. Im Sommer 2018 könnte dann alles fertig sein.

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