Bauvorhaben in Husum : Seniorenresidenz nimmt Form an

Das neue Gebäude wird ebenso hoch wie das ehemalige Parkhotel nebenan.
Das neue Gebäude wird ebenso hoch wie das ehemalige Parkhotel nebenan.

Die Details des Bauvorhabens an der Ecke Erichsenweg/Heckenweg wurden im Umwelt- und Planungsausschuss vorgestellt.

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10. Juli 2018, 15:00 Uhr

„So schnell ging es noch nie vom Aufstellungs- bis zum Auslegungsbeschluss eines Bebauungsplans“, kommentierte Bauamtsleiter Jörg Schlindwein lachend das Tempo des Umwelt- und Planungsausschusses beim Bebauungsplan Nr. 78 „Seniorenresidenz Erichsenweg“. Tatsächlich war ein erneuter Aufstellungsbeschluss nötig, weil sich in der Planung entscheidende Veränderungen ergeben hatten. „So wurde das Vorhabengebiet deutlich verkleinert. Insbesondere durch die Verlagerung von Stellplätzen in eine Tiefgarage kann nun ein großer Teil des bestehenden Nachbargebäudes, auf das der Investor ebenfalls Zugriff hat, stehen bleiben und separat einer neuen Nutzung zugeführt werden“, hieß es in dem Beschlussvorschlag.

Manuel Dycker vom Husumer Büro JF Architekten und Stadtplaner erläuterte dazu: „Im Bestandsgebäude, wo früher das griechische Restaurant seinen Sitz hatte, wird jetzt eine Tagespflegeeinrichtung untergebracht. Und die Tiefgarage wird 24 Stellplätze umfassen, 18 weitere gibt es ebenerdig.“ Allerdings habe man durch die Neuplanung, die unter anderem wegen des zu erhaltenden Baumbestands nötig war (wir berichteten), auch einige Wohneinheiten verloren. „Wir planen jetzt mit 57.“ Das Projekt habe sich deutlich verändert durch den Erhalt der Bäume. „Aber ich bin froh darüber.“

Nach der einstimmigen Annahme des neuen Aufstellungsbeschlusses stellte Dycker das Projekt in seiner Gesamtheit vor. „Der neue Bau wird siebengeschossig, wobei die oberen zwei Geschosse zurückspringen. In der Höhe richtet es sich nach dem benachbarten früheren Parkhotel, womit maximal 21,50 Meter vorgegeben sind.“ Damit vom Schlosspark aus gesehen nicht der Eindruck eines massiven Blocks entsteht, sei zwischen den Gebäuden eine Lücke von fünf Metern geplant.

Die Zufahrt zur Tiefgarage werde über den Heckenweg erfolgen, der Haupteingang sei über den Erichsenweg erreichbar. „Vorgelagert ist ein einstöckiger Pavillon, in dem ein Gemeinschaftsraum untergebracht ist“, so Dycker weiter. Und der Kopfbau des Hauptgebäudes mit sechs Geschossen – das oberste davon wiederum zurückspringend – betone den Übergang vom Erichsen- zum Heckenweg.

„Sozusagen das Kniegelenk zwischen beiden Straßen“, kommentierte Ulf von Hielmcrone (SPD), der die Residenz als „Schlusspunkt“ der Bebauung mit Krankenhaus und Ärztehaus in diesem Umfeld bezeichnete. Und die Frage von Rüdiger Hartwigsen (WGH) nach der genauen Funktion der im Eingangsbereich vorgesehenen Servicestation des Deutschen Roten Kreuzes beantwortete Dycker damit, dass diese als „Ansprechpunkt der Bewohner bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen“ gedacht sei.

Zur äußeren Erscheinung erläuterte Dycker, dass eine Verblendung mit Rotstein geplant sei. Die Kunststofffenster würden außen eine dunkelgraue Farbe aufweisen. „Und die Balkone sorgen für die Lebendigkeit der Fassade.“ Das vorgestellte Gesamtbild überzeugte die Ausschussmitglieder denn auch: Sie billigten den vorgestellten Entwurfs- und Auslegungsbeschluss einstimmig.

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