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Senioren-Netzwerk Husum : Senioren ging das Herz auf

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"Musik vom Feinsten" als Brückenschlag zwischen Alt und Jung: Das Senioren-Netzwerk hatte ins Husum Huus zum generationsübergreifenden Mitsingen eingeladen.

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2009 | 07:02 Uhr

Husum | Das Konzept ist aufgegangen: Unter dem Titel "Musik vom Feinsten" hatte das Senioren-Netzwerk (bestehend aus elf Husumer Verbänden) einen Nachmittag lang ins "Husum Huus" eingeladen. Erstmals trällerten Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Stadt aus voller Kehle und ließen gekonnt Finger über Tastaturen fliegen und Bögen über Saiten flitzen. "Einen ganz besonderen Bonbon für unsere Senioren" hatte Mitorganisatorin Monika Höring im Vorfeld angekündigt - und die Leiterin der Altenbegegnungsstätte und Moderatorin des Nachmittags sollte Recht behalten.

Nach einleitenden Worten eroberte Rudolph Kitzelmann gemeinsam mit 16 Mädchen und Jungen des Wilhelm-Gehlsen-Kindergartens die Herzen des Publikums. "Ist das nicht niedlich? Da haben die Kleinen aber lange geübt, um uns so viel Freude zu bringen", geriet eine Seniorin beim Premieren-Auftritt der kleinen Sänger ins Schwärmen.
Ernste Gesichter

Danach stürmten die "Bogenflitzer" (Anfänger Geige, Cello) und "Saitenspringer" (Fortgeschrittene) der Kreismusikschule Nordfriesland gemeinsam mit ihren Musiklehrerinnen Renate Burk-Färber und Wiebke Wucher die Bühne. Die sechs- bis zwölfjährigen Musikschüler begeisterten mit einer musikalischen Länderreise durch Deutschland, Irland, Lettland, Schottland und Ungarn. "Die gucken ja alle sehr ernst - ob die auch so viel Spaß an ihrer Musik haben wie wir?", fragte sich ein Zuhörer. Und als hätte Renate Burk-Färber ihn gehört, antwortete sie, dass die Kinder beim Spielen ohne Notenblätter hochkonzentriert seien, weil sie perfekt spielen wollen. Da bleibe kein Raum für lächelnde Gesichter. Gelacht werde nach dem Auftritt, wenn das Publikum die Leistung mit Beifall belohnt. Das leuchtete ein.

Und ein paar schräge Töne und kleine Patzer gehören schließlich dazu, machen menschlich und passieren selbst den geübteren Großen, wie der Band "NF Blech". Die "ausgewachsenen" Blechbläser präsentierten im Anschluss Mozarts kleine Nachtmusik, Shantys, Rondo Humoreske und Hallelujah Drive. Als ein Trompeter patzte, wirkte das für einige wie eine Comedy-Einlage - war aber schlichtweg ein Fehler. Und weil das Publikum nicht nur Musik hören sollte, sondern auch selbst aktiv werden und singen sollte, luden die vier Bläser zum Mitsingen der bekannten deutschen Volkslieder "Wo die Nordseewellen", "An de Eck steiht n Jung . . .", "Dat du ein Leevsten büst" und "Kein schöner Land" ein. Der Besucherschar gefiel der frisch-fröhliche Musikreigen.
Instrumentenspiel im Alter lernen

Die (meist) grauköpfigen Zuhörer nahmen mit, dass viele Instrumente - außer denen zum Blasen - noch bis ins hohe Alter gelernt werden können. Das jedenfalls behauptete Henning Bock, Leiter der Kreismusikschule, der damit das Signal gab und zum Musizieren im Alter aufforderte.

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