Husum : Selbstbewusste Kinder sind die beste Prävention

Ein abwehrender Schrei und in der Spielstation gehen die Lichter an. Der stellvertretende Bürgermeister Lothar Pletowski probierte es aus. Foto: vb
Ein abwehrender Schrei und in der Spielstation gehen die Lichter an. Der stellvertretende Bürgermeister Lothar Pletowski probierte es aus. Foto: vb

Der Schutz von Jungen und Mädchen vor sexuellem Missbrauch gehe alle an. Das sagt Lothar Pletowski bei der Ausstellungseröffnung in der Bürgerschule.

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11. Juni 2008, 10:29 Uhr

Husum | Thema der Ausstellung "Echt Klasse - Ja zum Nein" in der Husumer Bürgerschule ist der sexuelle Missbrauch von Kindern. Bis zum 20. Juni wird Mädchen und Jungen die Möglichkeit geboten, sich an sechs dreieckigen Spielstationen mit einzelnen Präventions-Bausteinen zu beschäftigen. Außerdem haben Lehrkräfte eine mehrstündige Fortbildung erhalten.
"Ziel ist es, dass Kinder lernen, sich zu wehren", erklärte Gregor Crone vom Kinderschutzbund Nordfriesland bei der Ausstellungseröffnung. "Der Schutz der Kinderrechte ist ein Auftrag an uns alle, sich für verbesserte Lebenschancen von Kindern einzusetzen", so der stellvertretende Bürgermeister Lothar Pletowski. Wie wichtig diese Arbeit ist, betonte Pia Zeiher vom Präventions-Büro "Petze", aus dem die Wanderausstellung stammt: "Nach Schätzungen hat jedes dritte bis fünfte Mädchen und jeder siebte bis zwölfte Junge Erfahrung mit sexuellem Missbrauch machen müssen."

Gruppen sollten sich in der Schule unter 04841/2575 anmelden. Vom 23. Juni an ist die Ausstellung dann in der Langenhorner Friedrich-Paulsen-Schule zu sehen.

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