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Husumer Nachrichten

23. November 2017 | 10:41 Uhr

Almdorf : Seit dem Pfingstball 1965 ein Paar

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Annegrete und Hans-Friedrich „Fiete“ Sönksen haben heute ein Grund zum Feiern.

von
erstellt am 28.Okt.2017 | 13:00 Uhr

Annegrete und Hans-Friedrich „Fiete“ Sönksen sind heute seit 50 Jahren verheiratet. Das Paar lebt im beschaulichen, rund 500 Einwohner zählenden Almdorf. Ihre Kinder – Sohn Uwe und Tochter Martina – haben links und rechts von ihnen gebaut, die Eltern haben seinerzeit kräftig dabei geholfen. So ist der Weg zu den fünf Enkeln nicht weit.

Annegrete Jacobsen wurde 1947 in Struckum geboren. Neun Geschwister gehörten zu ihrer Familie. Bis 1963 besuchte sie die Volksschule in dem Ort. Nach ihrem Abschluss war sie bis 1965 in Stellung bei Leopold und Anneliese (Tankstelle Struckum), danach bei der Tankstelle Peter Andresen sowie der Scharfenecke Struckum. Ab 1967 fand man die junge Frau in der Almdorfer Schule bei Zamek, dort ging sie zum „Kartoffel pulen in die Kartoffelfabrik“. Von 1969 an arbeitete Annegrete Sönksen, wie sie inzwischen hieß, als Zustellerin bei der Post in Fehsholm/Struckum und beim Almdorfer Kaufmann Inge und Werner Brodersen. Von 1974 bis 1998 war sie private Reinigungskraft bei Helga und Hubert Bardehle in Breklum, bis 2003 Haushaltshilfe bei Inge und Johann Sönksen in Flensburg.

Hans-Friedrich „Fiete“ Sönksen wurde 1946 in Hohendorf (Kreis Stralsund) geboren. Geschwister hatte er keine. Im Mai 1947 zog er nach Almdorf und wohnte mit seinen Eltern Elfriede und Friedrich Christian Sönksen bei den Großeltern Lena und Heinrich Sönksen. Von 1953 bis 1962 besuchte er die Volksschule in Almdorf. „Ich hatte eine schöne Kindheit, mit Spielen im Wald, Fußball und Helfen in der Landwirtschaft“, erinnert er sich. 1958 lernte er den Landwirt Meinhard Schmidt kennen. „Wir hatten ein Superverhältnis.“ Daher half er täglich, außer sonntags, nach der Schule bei Meini und dessen Frau Ella auf dem Bauernhof.

Nach Ende der Schulzeit machte Fiete Sönksen eine Maurerlehre bei Hermann Petersen in Struckum. Von 1965 bis 1970 blieb er der Firma als Geselle treu, ging aber zwischendurch vom 1. Oktober 1965 bis 31. März 1967 zur Bundeswehr. „Es war eine schöne Zeit“, bekennt er. Drei Reserveübungen folgten.

Von 1970 bis 1971 arbeitete Fiete als Maurer in Westerland auf Sylt, danach in Ahrenshöft und Bredstedt. 1978 wechselte er als Zivilist zur Bundeswehr und blieb bis zu seinem Ruhestand im November 2006.

Die Wege von Annegrete und Fiete kreuzten sich Mitte der 60er Jahre, „richtig zusammen kamen wir beim Pfingstball 1965“, sagt der Jubilar. 1966 verlobte sich das Paar, am 28. Oktober 1967 heirateten sie. 1971 wurde Sohn Uwe geboren, 1977 folgte dann Tochter Martina.

„Fiete ist ein humorvoller Mensch, der immer Witze auf Lager hat, die er gerne auch etwas ausschmückt“, sagt Tochter Martina. Und in den örtlichen Vereinen war er zu Hause, so mehr als 30 Jahre im Ringreiterverein. Seit 1967 ist der Träger des Brandschutzehrenzeichens in Gold (verliehen wurde es ihm 2008) in der Freiwilligen Feuerwehr Almdorf, seit 1995 jeweils im Sozialverband Breklum-Struckum-Almdorf und im DRK Mitglied. Seit 2006 besucht er regelmäßig das Essen in Gemeinschaft.

Dort trifft er dann auch wieder auf Ehefrau Annegrete, die seit zehn Jahren im Dörpshuus einmal im Monat für die Teilnehmer kocht. Auch ihre Rubinhochzeit haben die beiden seinerzeit mit Freunden, Verwandten und Bekannten im Dörpshuus gefeiert.

Die Sönksens hatten stets viel Geflügel zu Hause : „60 Enten, 40 Masthähne und zehn Puten“, zählt Fiete auf. „Das war unser Hobby.“ Und das Paar verreiste viel. So gehörten Schottland, Polen und Österreich zu den Zielen. Ein kleines Lebensmotto zum Glücklichsein? „Wir sind immer mit wenig zufrieden gewesen“, sagt Fiete Sönksen.

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