Seit 20 Jahren im Einsatz für einen besonderen Ausstellungsort

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06. November 2011, 06:10 Uhr

Tetenbüll | Wie immer zeigte sich das Haus Peters in Tetenbüll gut gefüllt - Anlass war gestern allerdings keine Ausstellungs-Eröffnung, sondern eine kleine Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen des Fördervereins. Bürgermeister Henning Möller begrüßte die geladenen Gäste, darunter Kreispräsident Albert Pahl, den stellvertretenden Landrat Jörg von Sobbe, Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut in Bredstedt, Mitglieder der Tetenbüller Gemeinde vertretung, des Landfrauenvereins sowie den Vorstand des Fördervereins und Vertreter der Sponsoren, um nur einige zu nennen. Sönnich Volquardsen, Vorsitzender des Fördervereins, befand sich im Urlaub und wurde von seinem Stellvertreter Helmut Oesen vertreten. Als Redner für die Laudatio konnte

Dr. Ulf von Hielmcrone gewonnen werden, der sich nach vielen Jahrzehnten als Politiker verstärkt der Geschichte der Region widmet. Er nutzte auch gleich die Gelegenheit, den Spendenschlitz im Tresen des Haus Peters mit einer Münze zu füttern.

Henning Möller stellte mit Genugtuung fest, dass aus den damals 29 Gründungsmitglieder des Fördervereins am 3. November 1991 nun mehr als

120 geworden sind und man das Haus Peters zu Recht "ein Kleinod auf Eiderstedt" nennen könne. Damit das so bleibe, forderte Henning Möller die Solidarität Eiderstedts, denn bisher lägen die Kosten für das Haus Peters allein bei der Gemeinde Tetenbüll - ein Anliegen, das der Bürgermeister in der Öffentlichkeit immer wieder gern zur Sprache bringt.

"Wenn wi in sone ole un eerwürdige Huus wie int Huus Peters sünt, mutt de Rede ok in Plattdüütsch sien", befand Kreispräsident Pahl und fuhr entsprechend fort. Auch er nahm das Wort Kleinod auf und sah in den stolzen Besucherzahlen (rund 16 000 im Jahr) eine Bestätigung dafür, dass Einheimische wie Gäste das Haus annehmen. Die vielfach gelobte Arbeit von Geschäftsführerin Brigitta Seidel kommentierte Pahl freudig mit "scheun, dat de Fördervereen Fru Seidel an Land trekken kunnt". Marianne Köhm, kommissarische Schulleiterin in Garding und Tetenbüll, lobte die ehrenamtlichen Mitarbeiter von Haus Peters, denen es zu verdanken sei, dass sie mit den Schulklassen hier am Vormittag kommen könne, weil dann extra für sie geöffnet werde. Für die Schüler sei der Besuch im früheren Tetenbüller Krämerladen jedesmal ein besonderes Erlebnis.

Das bestätigte auch Festredner Ulf von Hielmcrone in seiner interessanten Ansprache, die sich zunächst mit Museen im Allgemeinen und dann speziell mit dem Haus Peters beschäftigte. Er sagte unter anderem: "Die Aura des Originals muss hervorgehoben werden, Museen müssen Orte der Einmaligkeit sein. Das Haus Peters ist authentisch, hier wird nicht die Hochkultur zelebriert, sondern das einfache Leben aufgezeigt." Das mache den Erfolg aus, und der ehemalige Kaufmannsladen in Tetenbüll gehöre zu den wichtigen Institutionen, die den Ruf und den Bekanntheitsgrad Eiderstedts verbessern. Denn es sei "eben nicht egal, wie der kulturelle Ruf einer Landschaft ist". Mit einem solchen guten Ruf könne man nämlich Menschen überzeugen, hierher zu

ziehen und zu leben - Eiderstedt müsse für den Zuzug von Menschen attraktiv bleiben, um dem demografischen

Wandel begegnen zu können. Zum Schluss wünschte von Hielmcrone dem Haus Peters, dass "es seine Unterstützer finden möge im Verein, aber auch in den poltischen Gremien und möge die

gesamte Landschaft begreifen, was für einen Schatz sie in diesem Museum hat".

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