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Husumer Nachrichten

16. Dezember 2017 | 18:28 Uhr

Seine Liebe zum Beruf gemacht

vom

Holmer Knudsen ist Pfeifenbauer aus Passion

shz.de von
erstellt am 09.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Husum | Würde Holmer Knudsen noch als Ingenieur für Verfahrenstechnik arbeiten, wäre der Welt so manche Pfeife vorenthalten geblieben. Stattdessen hat der 53-Jährige jedoch eine Werkstatt in Lauenburg aufgemacht, wo er nicht nur seine Rauch-Pfeifen, sondern auch eigenen Tabak herstellt. Die Besichtigung der Pfeifen-Fabrik eines Freundes gab dem "echten Husumer Jung" den Anstoß, umzusatteln und etwas Eigenes aufzubauen. Von da an schuftete er, bis die erste Pfeife fertig gestellt und an den Mann gebracht war. Heute, zehn Jahre später, exportiert Knudsen seine handgefertigten Rauch-Waren in die ganze Welt - von Russland bis nach Malaysia, von China bis in die Vereinigten Staaten.

"In China gehen sie am besten, in Europa wird es schwerer", sagt Knudsen unter Hinweis auf die Anti-Raucher-Kampagnen der Europäischen Gemeinschaft. Immer weniger Firmen könnten vom Verkauf ihrer Pfeifen leben und seien daher gezwungen, auch andere Produkte zu vermarkten. "Gute Kontakte zu alt eingesessenen Betrieben helfen. Aber du musst dein Handwerk schon sehr lieben, um bestehen zu können." Die Liebe zu seinem Beruf nimmt in Holmer Knudsens Pfeifen Gestalt an. Bis zu 16 Stunden sitzt er manchmal an einem einzigen Exemplar. Jedes noch so kleine Teil wird von Hand angefertigt. Das macht jedes Stück zu einem Unikat.

Pfeife rauchen ist für Knudsen Genuss und kein Konsum wie bei einer Zigarette. "Eben dafür wurden Pfeifen erfunden", sagt er. Auf die Frage, ob er selbst von Zeit zu Zeit rauche, lächelt der 53-Jährige verschmitzt: "Wenn, dann nur meine eigenen Kreationen . . . " In seine Heimatstadt will er vorerst nicht zurückkehren. Darüber nachgedacht habe er allerdings schon das eine oder andere Mal.

Wer einen Blick auf Holmer Knudsen und seine Produkte werfen will, hat dazu morgen von 9.30 bis 16 Uhr Gelegenheit. Dann ist der Pfeifenbauer bei der Firma Rathmann Tabakwaren in der Großstraße 2 zu Gast.

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