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93 Kids am Start : Segelschule der ganz besonderen Art

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Friedrichstädter Segelverein veranstaltete das 43. Optimisten-Sommerlager. 93 Kinder und Jugendliche aus Norddeutschland lernten das Segeln auf der Treene beziehungsweise verfeinerten ihre Starttechik bei Regatten.

Trotz des immer wieder vorbeischauenden Regens herrschte tolle Stimmung. „Optimisten sind ja immer optimistisch“, so Ernst-Otto Huß augenzwinkernd. Der Mann muss es schließlich wissen, denn seit 1983 ist er beim Optimistenlager an der Treene dabei. „Wir hatten bei diesen Veranstaltungen immer mal wieder Regen, und warum soll das bei dieser 43. Veranstaltung anders sein.“ Am Bootssteg ist Dr. Daniel Schade im Einsatz. Er ist Vorsitzender des veranstaltenden Segelclubs Friedrichstadt und seit 1971 dabei. „Damals fand hier das erste Optimistenlager statt“, erinnert er. Volkmar Schütze zählt seit 23 Jahren zur Teamleitung. 93 junge Teilnehmer waren diesmal dabei, sie kamen aus Berlin, Baden-Baden, Hamburg, ganz Schleswig-Holstein und sogar aus Genf.

Zu Beginn der Opti-Woche zog ein Sturmtief auf – aber diese acht gemeinsamen Tage hatten ja weitaus mehr zu bieten als das Segeln. Es gabt unter anderem einen Discoabend und Grachtenfahrten. In drei Gruppen wurde gearbeitet und auch gestartet. Die erfahrenen Teilnehmer befassten sich überwiegend mit dem Regattatraining, um fit zu sein für die Wettfahrten auf dem Fluss. Eine weitere Gruppe lernte, wie solch eine Regatta zu fahren ist – wurde eingewiesen in die Taktik des Starts, wiederholte mit Begeisterung die Tonnenmanöver. Und dann war da noch die Anfängergruppe, in der die Segelfans zunächst mal alles rund um den Optimisten kennenlernten – und natürlich auch ihre ersten Segelerfahrungen sammelten. Erinnerungen? Die gibt es genug: „Beim ersten Optimistenlager 1971 war ich 16“, verrät Dr. Daniel Schade. Und bei den Betreuern handelt es sich im wesentlichen um Teilnehmer aus früheren Opti-Wochen. Die erwachsenen Betreuer, die alle zum Teil seit Jahrzehnten dabei sind, opfern dafür immer wieder gerne eine Woche Urlaub.

Alle zusammen verbrachten die Zeit in einer großen Zeltstadt neben dem Seglerheim. Morgens um 7 Uhr begann der Tag: Nach Waschen und Frühstück folgten Theorie oder Praxis – je nachdem. „Auch bei Regen haben wir weitergemacht“, versicherte Huß. „Und vor drei Jahren hatten wir hier noch viel schlechteres Wetter als diesmal. Von der Verantwortung her können wir noch bis Windstärke sechs segeln.“ Die Wassertiefe? „Im Schnitt so 2,80 bis drei Meter hier in dem Bereich“, sagt Huß. Voraussetzung für die Teilnahme ist sowieso, dass die Teilnehmer schwimmen können, ein Boot haben und eine Schwimmweste tragen. Und noch eines unterstreicht Huß: „Eines müssen wir feststellen – die Kinder juckt das Wetter nicht.“ Volkmar Schütze erinnerte daran, „dass auch Spiele wie Streckleinenlauf und Human Soccer stattfinden“. Zudem hatte die Schule an der Treene“ ihre Sporthalle zur Verfügung gestellt, also Raum genug für Aktivitäten.

25 Betreuer waren im Einsatz beim Optilager, hinzu kamen noch fünf weitere für Küche, Kantine und auf dem Gelände. Die jungen Teilnehmer waren zwischen sieben und 14 Jahre alt. „Wir leben davon, dass wir uns den Nachwuchs selbst heranbilden“, zeigte sich Huß zufrieden. Alles werde ehrenamtlich erledigt. Und das klappe. Immer öfter reisen ganze Familien an – so wie Nico Brügge aus Preetz, der einst hier selbst das Segeln lernte und heute als Betreuer arbeitet. Mitgebracht hatteer Ehefrau Juliane sowie die Kinder Frieda (3) und Jona (4 Monate). Die Familie übernachtete in der nahen Jugendherberge. Huß zieht Bilanz: „Es war wieder ein klasse Optilager.“

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