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Minister auf Rundreise : Seeth: Tendenz zur Dauer-Einrichtung

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Innenminister Stefan Studt besuchte die Stapelholmer Kaserne. Er ist von der dort geleisteten Arbeit beeindruckt. Der Politiker könnte sich in Seeth eine dauerhafte Erstaufnahme-Einrichtung vorstellen.

Es war die 13. Erstaufnahme-Einrichtung des Landes, die Innenminister Stefan Studt während seiner dreitägigen Rundreise durch das Land besuchte. Anders als sein Parteichef Ralf Stegner vor einer Woche, wollte sich der Minister allerdings nicht darauf festlegen, Seeth als eine Vorzeige-Modell zu bezeichnen. „In allen Einrichtungen des Landes wird Hervorragendes geleistet. Wir haben das Glück, dass es bei und Kasernen gab, die ohne langen Leerstand gleich in die weitere Nutzung überführt werden konnten“, sagte Studt. Dennoch zeigte er sich beeindruckt von den verschiedenen Angeboten in der Stapelholmer Kaserne. Beim Besuch des von Simona Temme aus Süderstapel eingerichteten Supermarktes im ehemaligen Mannschaftsheim, stellte er fest. „Das ist einmalig.“ Auch vom Kindergarten und dem entstehenden Containerdorf war der Minister sichtlich angetan.

Beim Rundgang mit Amtsvorsteher Ralf Heßmann, Landrat Dieter Harrsen, Einrichtungsleiter Stefan Scholle und DRK-Leiter Lars Christophersen, ging Seeths Bürgermeister Peter -Wilhelm Dirks allerdings „verloren“. „Kein Problem, ich habe hier auf dem Gelände Jahrzehnte gearbeitet, ich kenne mich genau aus, einen weiteren Rundgang brauchte ich nicht“, stellte Dirks lapidar fest und überreichte dem Minister kurz vor der Kaffeepause eine Planskizze für ein Containerdorf. Die Unterlagen wurden Dirks von einem Planungsbüro zugeschickt, doch für Seeth kommen sie zu spät.

Der Bürgermeister freute sich über die offenen Worte, die er mit Studt hat wechseln können, und darüber, dass anfängliche Unstimmigkeiten beiseite geräumt werden konnten. Studt hingegen sprach auch das Thema Konversion an, denn diese Thema bedrücke den Bürgermeister. Schließlich hätten Lokalpolitiker jahrelang an diesem Thema der Nachnutzung der Kaserne nach der Bundeswehr gearbeitet. Da noch genügend Gebäude und Gelände vorhanden sei, sehe er auch in der Zukunft keine Probleme für die angedachte Nachnutzung. Der Kieler Minister betonte aber auch, dass wegen der optimalen Situation in Seeth – es stehen genügend Gebäude für die Flüchtlinge zur Verfügung – und der offensichtlich großen Zufriedenheit der Asylsuchenden , darüber nachgedacht werden sollte, auch über das Jahr 2017 hinaus die Einrichtung zu erhalten. Das hatte bereits eine Woche zuvor auch Ralf Stegner unterstrichen, der sich bei seinem Besuch von Seeth geradezu begeistert zeigte, Auch er sagte, dass es wünschenswert wäre, diese Erstaufnahme-Einrichtung länger zu erhalten.

Freude über die Aussagen von Minister und Stegner bei Lars Christophersen, denn die Verträge der Mitarbeiter laufen alle im Jahr 2017 aus. Und noch mehr Freude, als Amtsvorsteher Ralf Heßmann so genannte Flachgeschenke überreichte. Auf dem Spendenkonto des Amtes waren 1200 Euro eingegangen, die nun für den Kauf von Unterwäsche und den Kauf von Fahrradersatzteilen. Denn mittlerweile dürfen das Kasernengelände nur noch verkehrssichere Fahrräder verlassen – darauf legt die in der Kaserne stationierte Landespolizei großen Wert.

Und auch an die Mitarbeiter in der Erstaufnahme-Einrichtung in Seeth hatte der Minister gedacht. Für die nachmittägliche Kaffeerunde hatte er zwei Christstollen dabei.

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erstellt am 23.Dez.2015 | 17:30 Uhr

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