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Schäden am Dockkoog : „Sebastian“ zerlegt Strandkörbe

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Orkan vom Mittwoch hat am Dockkoog eine zerstörerische Spur hinterlassen – kam die Sturmwarnung zu spät?

von
erstellt am 16.Sep.2017 | 12:00 Uhr

Es ist das Naherholungsgebiet der Husumer. Daran können auch Orkane und Sturmfluten nichts ändern. Im Gegenteil: Spätestens, wenn sie vorübergezogen sind, fahren viele Husumer hinaus, um an „ihrem Dockkoog“ nach dem Rechten zu sehen.

Das war auch nach Sturmtief „Sebastian“ so. Doch bei dem Bild, das sich ihnen an der Dockkoogspitze bot, standen vielen Besuchern die Haare zu Berge: Offenbar hatte niemand daran gedacht, die Strandkörbe dort in Sicherheit zu bringen, obgleich Meterorologen schon Tage, bevor es über Nordfriesland hinwegfegte, vor Orkantief „Sebastian“ gewarnt hatten. „Man könnte meinen, die Stadt hat zu viel Geld“, wetterte HN-Leserin Angelika Albertsen-Kruse über das Ausmaß der Zerstörung.

Viele Strandkörbe waren in die Luft geschleudert, vom Blanken Hans überschwemmt und zum Teil schwer beschädigt worden. „Wir erinnern uns doch alle noch an ,Christian‘ und ,Xaver‘“, sagt Albertsen-Kruse. „Und wie viele habe auch ich unser Hab und Gut rechtzeitig in Sicherheit gebracht – allem voran Gartenmöbel, Blumenkübel und was sonst noch durch die Luft hätte fliegen können.“

Nicht so Campingplatz-Verwalter Gert-Ulrich Hartmann, der auf Anfrage der Husumer Nachrichten erklärte, er und sein Team hätten die Meldung über eine drohende Sturmflut zu spät erhalten. „Wir haben erst am Vorabend gegen 20 Uhr eine Sturmflutwarnung mit einem Wasserstand von zwei Meter über Normal reinbekommen“, sagte er. Am Ende seien es aber fast drei Meter gewesen. „Für eine Rettungsaktion der Strandkörbe war es da aber schon zu spät.“

Wie groß der Schaden ist, wollte Christiane Friedrichsen vom Gebäudemanagement der Stadt nicht beziffern. „Zunächst müssen wir die beschädigten Strandkörbe sichten und aussortieren.“ Hartmann wird „Sebastian“ wohl oder übel in Erinnerung bleiben: „Ich gehe in einigen Wochen in Rente“, sagte er, doch auf einen derartig stürmischen Abschiedsgruß hätte er gut verzichten können.

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