Zwei Stunden Vollsperrung : Schwerer Unfall in St. Peter-Ording: Fahrer lebensgefährlich verletzt

Der 26-Jährige kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen zwei Bäume, bevor der BMW im Graben liegen blieb. Mit der Rettungsschere musste das Dach des Fahrzeugs abgetrennt werden.

Der 26-Jährige kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen zwei Bäume, bevor der BMW im Graben liegen blieb. Mit der Rettungsschere musste das Dach des Fahrzeugs abgetrennt werden.

Der 26-Jährige muss von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden und kommt mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus.

shz.de von
07. September 2018, 06:45 Uhr

St. Peter-Ording | Schwerer Verkehrsunfall am Donnerstagabend um 20.15 Uhr auf der Eiderstedter Straße kurz vor dem Bahnhof „Bad St. Peter-Ording“: Ein aus Richtung Ording kommender 26-Jähriger fuhr mit seinem BMW in Richtung Dorf. Aus bislang nicht geklärten Gründen geriet der schwere silberne BMW nach links von der Fahrbahn ab und prallte zunächst gegen zwei große Bäume, die komplett abbrachen. Anschließend schleuderte der Wagen weiter, drehte sich und blieb entgegengesetzt zur Fahrtrichtung in einem Graben hängen. Dabei wurde der junge Nordfriese schwer eingeklemmt.

Aufgrund der eingegangenen Notrufe löste die zentrale Rettungsleitstelle in Harrislee Vollalarm aus. Großes Glück: Die Einsatzkräfte der St. Peteraner Feuerwehr befanden sich aufgrund einer Übung gerade in der Feuerwache und trafen binnen kürzester Zeit mit 23 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen an der Unglücksstelle ein. Die Feuerwehr, die speziell für die technische Rettung bei Verkehrsunfällen ausgerüstet und ausgebildet ist und als Besonderheit zudem über gleich zwei Rettungsscheren verfügt, musste schweres Gerät einsetzen: Das Fahrzeugdach hatte die Frontscheibe komplett zusammengedrückt.

Der in St. Peter stationierte Rettungswagen des Landkreises eilte ebenso herbei wie mehrere Streifenwagen. Zudem wurde das Tönninger Notarzteinsatzfahrzeug alarmiert. Das Rettungsteam versorgte den Schwerstverletzten während der Rettungsarbeiten durch die Feuerwehr durchgehend.

Die Einsatzkräfte mussten das Fahrzeugdach mit Rettungsscheren komplett abtrennen. Nach Auskunft an der Unfallstelle trug der allein in seinem Fahrzeug befindliche 26-Jährige lebensgefährliche Verletzungen davon und wurde nach seiner Rettung über einen längeren Zeitraum hinweg im Rettungswagen weiter behandelt. Eingesetzt wurde auch der auf dem St. Peteraner Flugplatz stationierte Rettungshubschrauber „Northern Rescue Zero One“: Unter fortlaufender Versorgung wurde der Fahrer in eine Schwerpunktklinik geflogen.

Während der aufwendigen Rettungsarbeiten blieb die Eiderstedter Straße für zwei Stunden komplett gesperrt. Einsatzkräfte der Feuerwehr suchten außerdem die neben der Fahrbahn liegenden Gleise ab, weil die umgestürzten Bäume Äste verloren hatten. Die Einsatzkräfte arbeiteten unter erschwerten Bedingungen: Während des gesamten Einsatzes herrschte Starkregen.

Die Unfallursache wird noch ermittelt – die Beamten gingen eigenen Angaben zufolge zunächst allerdings davon aus, dass der Mann betrunken unterwegs war. „Eine Blutprobe des Unfallopfers ist bereits entnommen worden“, sagte ein Polizeisprecher.

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