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Es fehlen noch 150 Kunden : Schwere Geburt für das Glasfasernetz in Viöl

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Bürger-Breitband-Netzgesellschaft ist es noch nicht gelungen, die Viöler vom Glasfasernetz zu überzeugen. Noch fehlen 150 Kunden, dann ist die Anschlussquote von 68 Prozent erreicht und es kann gebaut werden.

Deutliche und klare Worte fand Sabine Birkigt von der Bürgerbreitband-Netz-Gesellschaft (BBNG) in der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung in Viöl. „Die Mindestanschlussquote von 68 Prozent ist in Viöl noch nicht erreicht“, verkündete sie. Doch die BBNG werde alles dafür einsetzen, um diese Vorgabe zu erreichen. „Wir werden am 16. Januar 2017 in die zweite Etappe der Vorvermarktung gehen.“ Am 24. Februar sei der „Cut“, dann müssten die 68 Prozent stehen. Für die erforderliche Mindesanschlussquote seien noch 150 Kontakte nötig. Bisher seien 300 Verträge in Viöl abgeschlossen worden. „Aber wir glauben, dass das große Ziel bis zum Cut zu erreichen ist.“ So werde es am 16. Januar in Viöl eine weitere Informationsveranstaltung zum Thema Glasfaser geben.

Tatsächlich sei in dem Ort eine gewisse Sperrigkeit festzustellen, so Birkigt weiter. In Viöl müssten verstärkt wie in keiner Gemeinde die Vermieter angesprochen und überzeugt werden. „Wir müssen ihnen, aber auch den Mietern verständlich erklären, warum ein schnelles Internet im Schlaf- und Wohnzimmer lohnend ist.“

Die BBNG, die erst vor wenigen Tagen in Husum ihr neues Bürodomizil in der Industriestraße 33a bezogen hat, stehe bereits in den Startlöchern. So sei schon ein Glasfaserstrang zwischen Olderup und Viöl gelegt worden. „Unser Ziel ist es weiterhin, jedes Haus in Viöl, und sei es noch so weit weg vom Dorf, mit Glasfaser direkt anzuschließen.“ Birkigt räumte allerdings auch ein, dass es offensichtlich noch einige Unsicherheiten in der Bevölkerung gebe. „Niemand hat eine Leistung zu erbringen, wenn die 68 Prozent nicht erreicht werden“, stellte die Marketingleiterin des Unternehmens klar. Auch das Argument von Interessierten – „Ich will zwar, aber ich kann mir das nicht leisten“ – entkräftete sie. „Wir bieten hierfür auch zinslose Ratenzahlungen an.“ Bisher habe das Unternehmen für den Nutzer immer eine Lösung gefunden. „Wir haben bisher keinen Interessenten ausgeschlossen, und das wird auch so bleiben.“

Außerdem ging sie auf ein weiteres Missverständnis ein. „Wer den TNG-Vertrag bereits abgeschlossen hat, sollte auf keinen Fall selbstständig den alten Vertrag mit seinem bisherigen Anbieter kündigen.“ Dies werde die TNG vornehmen, so könne der Kunde auch seine Telefonnummer behalten. Die BBNG werde wöchentlich zwei Zeichnungsveranstaltungen anbieten. Doch die Vertreterin der BBNG musste sich auch Kritik anhören. „Ich wünsche mir, dass sie sich in Zukunft verstärkt und überzeugender in Viöl präsentieren“, so Bürgermeister Heinrich Jensen. Der Kostenfaktor spiele eine große Rolle. Hierüber müssten die Bürger informiert werden. „Es wäre für uns als Zentralort eine Blamage, wenn wir das nicht hinbekämen“, so Jensen. Doch er zeigte sich zuversichtlich, die nötige Anschlussquote zusammen zu bekommen.

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erstellt am 21.Dez.2016 | 08:00 Uhr

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