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Geplante Betriebserweiterung im Finkhauskoog : Schweinemast: Stadt prüft juristische Schritte

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Bürgerinitiative „Gute Luft für Finkhaus“ hat Husums Politiker und Verwaltung in der Bürgerfragestunde zur Stadtvertretersitzung gefragt, ob und wenn ja, was sie gegen die geplante Erweiterung des Schweinemastbetriebes im Finkhauskoog unternehmen will.

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erstellt am 01.Apr.2014 | 10:00 Uhr

Über gute Luft spricht man nicht, gute Luft hat man – jedenfalls in Husum. Oder etwa nicht? Die Bürgerinitiative (BI) „Gute Luft für Finkhaus“ hat ernsthafte Zweifel, ob das am Dockkoog – und erst recht in ihrem Simonsberger Ortsteil – auch dann noch der Fall sein wird, wenn der Bestand eines Schweinemastbetriebes im Finkhauskoog, wie geplant, von rund 1000 auf annähernd 3000 Tiere aufgestockt wird.

Britta Pohns, eine Sprecherin der BI, wies in der jüngsten Stadtvertretersitzung auf mögliche Auswirkungen hin, die dieses Vorhaben auf den „wichtigsten Wirtschaftszweig Nordfrieslands“, den Tourismus, haben könnte und ließ auch mögliche Gesundheitsgefährdungen durch Keime und Bakterien nicht unerwähnt. Gelegenheit dazu bot eine Bürgerfragestunde, die traditionell jeder Stadtvertretersitzung vorausgeht.

Leider hat das Genehmigungsverfahren begonnen, bevor für Schleswig-Holstein ein Filteranlagen-Erlass vorliegt, der für Betriebe ab einer Größenordnung von 2000 Mastschweinen gelten soll, so Pohns. Im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume werde bereits an einem solchen Erlass gearbeitet.

Von Stadtverordneten und -verwaltung wollte die BI-Vertreterin wissen, ob diese bereits die Möglichkeit juristischer Schritte geprüft habe. Bürgermeister Uwe Schmitz erklärte, die Stadt habe bereits eine Stellungnahme zum Thema geschrieben und abgegeben. Darin sei vor allem auf touristische Aspekte hingewiesen worden. Unklar ist allerdings, ob sich das Landesamt für Landwirtschaft, Umweltschutz und ländliche Räume (LLUR) als Genehmigungsbehörde der städtischen Argumente annehmen wird. Nicht minder unklar ist, welche juristischen Möglichkeiten der Stadt dann noch blieben, fasste der Verwaltungs-Chef zusammen: „Da holen wir uns gerade Rat ein.“

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