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Husumer Nachrichten

22. Oktober 2017 | 15:57 Uhr

Gute Nachrichten : Schwarze Null in Reichweite

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Kämmerer Peter Seidel legte dem Finanz- und Wirtschaftsausschuss den Nachtragshaushalt 2013 und den Etat-Entwurf für 2014 vor. Die Finanzen der Stadt Husum entwickelten sich besser als erwartet.

von
erstellt am 25.Sep.2013 | 17:00 Uhr

Erfreuliches hatte Peter Seidel in der jüngsten Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses zu berichten, als er die Mitglieder über den ersten Nachtragshaushalt 2013 unterrichtete: „Das erwartete Defizit im Ergebnisplan hat sich seit Jahresbeginn auf 664 500 Euro vermindert, und vielleicht schaffen wir sogar die schwarze Null zum Jahreswechsel“, sagte der Kämmerer. Zwar hätten sich die Gewerbesteuereinnahmen von 11,5 auf 10 Millionen Euro reduziert. „Aber das können wir auffangen, weil wir das schon 2012 wussten und entsprechende Rückstellungen eingeplant hatten.“ Positiv hätte sich zudem ausgewirkt, dass Husum im Rahmen des kreisinternen Finanzausgleichs 187 000 Euro extra aus dem Nordfriesland-Topf erhält. „Und die Schulkostenbeiträge aus den Nachbargemeinden sind auch gestiegen.“ Trotz einer Verschlechterung bei den Erlösen aus Grundstücksverkäufen – hier blieb die Stadt um 350 000 Euro hinter ihrem Plan zurück – hätten sich so auf der Ertragsseite Verbesserungen von 800 000 Euro ergeben. „An Mehraufwendungen mussten allerdings auch 110 000 Euro für den Abbruch der Irene-Thordsen-Kongresshalle und 50 000 Euro für die Deckenerneuerung der Flensburger Chaussee eingestellt werden.“ Zudem sei die Gewerbesteuer-Umlage vom Kreis um 37 Prozent angehoben worden, was 315 000 Euro Mehrbelastung für Husum bedeute.

Im Finanzplan – „Das war in den Zeiten vor Doppik der Investitionshaushalt“ – sei der Ansatz für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen um 560 000 Euro reduziert worden, womit auch 100 000 Euro weniger an Bundeszuschüssen fließen. „45 000 Euro haben wir für den Umbau des Rathauses zsätzlich eingestellt und 10 000 Euro als Zuschuss für das Ostenfelder Bauernhaus“, so Seidel weiter. Dazu kämen noch 260 000 Euro für den teilweisen Endausbau des Gebietes Bredstedter Straße/Kronenburg und 280 000 Euro für den Kreisel an der Simonsberger Straße. „Per Saldo führt das zwar dazu, dass wir 1,695 Millionen Euro an Krediten neu aufnehmen müssen, aber 1,4 Millionen Euro davon hatten wir bereits für 2011 eingeplant und 2012 nicht in Anspruch genommen, so dass das nicht wirklich neue Schulden sind, sondern nur eine Verlagerung auf 2013.“ Dennoch hätte sich diese Seite etwas schlechter entwickelt als angenommen: „Wir rechnen jetzt mit 29 829 000 Euro Schulden zum Jahresende 2013.“

Die Veränderungen durch den Nachtragshaushalt seien in die dem Ausschuss vorgelegte Planung für den Etat 2014 noch nicht eingeflossen, betonte Seidel. Im Gesamtergebnis gebe es für 2014 allerdings nur bescheidene Veränderungen gegenüber 2013. „Eine unschöne Entwicklung nimmt aber der Öffentliche Personennahverkahr, dessen Kosten von 280 000 Euro im Jahr 2012 auf mehr als 400 000 Euro steigen, weil der Kreiszuschuss ab 2013 wegfällt“, erläuterte der Kämmerer. Erfreulich sei dagegen, dass der Ertrag aus der Fremdenverkehrsabgabe höher als erwartet ausfallen werde, „weil wir viele neue Vermieter entdeckt haben, die bisher dachten, dass sie nicht unter die Abgabepflicht fallen“, wie Seidel süffisant erklärte. Möglicherweise könne das dazu führen, dass man die Abgabe 2014 nicht zu erhöhen brauche.

Gravierende Veränderungen gebe es durch einen frisch eingegangenen Haushalts-Erlass des Landes. „Durch die gute wirtschaftliche Entwicklung in Schleswig-Holstein steigt die Finanzausgleichssumme auf 117 Millionen Euro – und Husum als Mittelzentrum bekommt davon nun 800 000 statt nur 30 000 Euro“, verkündete der Kämmerer erfreut. Allerdings werde der Kreis nun vielleicht auch die Kreisumlage entsprechend anheben. „Das haben wir noch nicht mit einkalkuliert.“

Der Ausschuss zeigte sich mit den Ausführungen Seidels zufrieden. Sowohl die Vorlage zum Nachtragshaushalt 2013 als auch die zum Etat 2014 wurden einstimmig angenommen.

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