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Glücksbringer unterwegs : Schwarze Nasen als Dankeschön

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nordfriesische Schornsteinfeger waren Silvester mit Sammelbüchsen auf der Insel Föhr unterwegs. Sie verteilten Glücksbringer und Teddys zugunsten des Niebüller Wilhelminen-Hospizes.

shz.de von
erstellt am 02.Jan.2014 | 17:00 Uhr

Das Wetter war gut, der Himmel klar und die Erwartung rundum erfüllt, das Silvesterfeuerwerk über der Stadt und den Gemeinden zu genießen. Da Jahresende kündigte sich bereits zeitig vor Jahresultimo an. Vor der Autoverladung nach Sylt staute sich die Warteschlange bis weit zurück in die Bundesstraße 5.

Der Sylt-Shuttle pendelte im Halbstundentakt hinüber nach Westerland. Die Kurzurlauber mussten Wartezeiten von über einer Stunde in Kauf nehmen, Besucher und Gäste, die „nur“ nach Niebüll wollten. Umwege über Legerade oder Deichskopf. Am Sonnabend, dem verkehrsstärksten Tag, wurden allein 2000 Fahrzeuge über den Damm auf die Insel befördert – Lkw und Wohnwagengespanne inklusive, die Tage zuvor noch wegen zu hoher Windstärken zeitweilig warten mussten.

Ähnlich lebhaft war der Verkehr hinüber zu den beiden anderen nordfriesischen Inseln. Die Wyker Dampfschiffsreederei meldete am Freitag vor dem Jahreswechsel 21 Abfahrten ab Dagebüll nach Föhr und Amrum – mehr als doppelt so viele wie an normalen Werktagen (9). Am darauffolgenden Tag war es ähnlich lebhaft mit 19 gegenüber sonst nur sieben Abfahrten. Hinzu kam, dass alle Fähren nahezu „proppevoll“ waren.

Der 31. Dezember war ein besonderer Tag im Schiffsverkehr zwischen Dagebüll und Wyk auf Föhr – und zwar nicht nur, weil Silvester war, sondern weil MS Uthlande eine besonders lustige „Fracht“ an Bord hatte: nämlich 22 nordfriesische Schornsteinfeger und zwölf Trommler von der Flensburger Samba-Schule „Policia do Samba“. Beide Gruppen gastierten für einen wohltätigen Zweck auf dem Wyker Sandwall – nämlich zugunsten des Wilhelminen-Hospizes Niebüll. Die Samba-Trommler von der Förde machen rhythmisch „Remmidemmi“ und aufmerksam auf die schwarzen Glückbringer, die den Insulanern und deren Gästen die Sammelbüchsen entgegen hielten. Die Schornsteinfeger verteilten Miniglücksbringer und Teddys . Und wer spendete, bekam zum Dank eine schwarze Nase angemalt.

Das und das ganze Szenario steigerte sich zu einem Riesenspaß, für den Gäste und Insulaner dankbar waren. Dankbar waren auch die Akteure vom Festland: die Samba-Trommler unter der Regie von Tim Kliem, weil sie neue Fans dazu gewonnen haben, die Schornsteinfeger in ihren Kehranzügen und zylindrisch behütet unter dem Kommando von Meister Hauke Petersen, weil es nun schon zum fünften Mal in der Kasse klingelte.

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