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Bald DaZ-Klasse in Viöl : Schulverband sucht Freibad-Aufsicht

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Schulverband Viöl betreibt auch das beheizte Freibad in Ohrstedt und sucht jetzt eine Aufsicht für die Saison. Zudem gab es eine Elternbefragung über den Bedarf an einer Mittagsbetreuung in der Schule.

Die gelungene Präsentation der „Zeitreise“, einem klassenübergreifenden Projekt der Gemeinschaftsschule Ohrstedt, wurde in der jüngsten Ausschuss-Sitzung des Viöler Schulverbands gelobt. Mehr als ein Jahr hatten sich Schüler und Lehrer intensiv auf den großen Tag Ende Februar vorbereitet (wir berichteten).

Anschließend berichtete Vorsteher Uwe Lohr, dass die Aufsicht für das beheizte Freibad in Oster-Ohrstedt noch nicht geklärt ist. Wie er ausführte, soll nun mit Hilfe einer Stellenausschreibung für die voraussichtlich von Mitte April bis Mitte September dauernde Freibadsaison eine Betriebsaufsicht gesucht werden. Eine Ausbildung als Rettungsschwimmer sei nicht Voraussetzung für die Tätigkeiten, zu denen unter anderem die Vor- und Nachbereitung des Bades, die Organisation der Wasseraufsichten und die Wartung der Badeanlage zählen. Auch der Kiosk soll von der Betriebsaufsicht künftig auf eigene Rechnung betrieben werden, da auch der Verkauf und die Kontrolle der Badekarten zum Aufgabenfeld gehören.

Aus dem Arbeitskreis „Weiterentwicklung Schulen“ berichtete Jörg Retzlaff, dass das Betreuungsangebot an den drei Schulstandorten zum Teil recht unterschiedlich ist. Im Rahmen einer Elternbefragung sollte daher der Bedarf hinsichtlich der Einrichtung einer Betreuten Grundschule in Haselund, Viöl und Ohrstedt ermittelt werden. 250 der 360 verteilten Fragebögen kamen ausgefüllt zurück. „Damit haben wir belastbare Zahlen“, freut sich Birte Matthiesen vom Amt Viöl. Erste Erkenntnisse seien unter anderem, so Retzlaff, dass eine Betreuung bis 14 oder 15 Uhr meist als ausreichend empfunden werde und der Bedarf an einem Mittagessen für die Kinder derzeit noch nicht besonders groß erscheine. Dies könne sich aber schnell ändern, wenn das Angebot erst einmal besteht, war sich das Gremium einig. Bekundet wurde von Seiten der Eltern zudem Interesse an einer Betreuung der Kinder während der Ferien und auch daran, dass sie während ihrer Anwesenheit in der Schule bereits die Hausaufgaben erledigen können. Da auch acht Schüler aus dem Bereich Joldelund in Viöl zur Schule gehen, soll zudem über eine Optimierung der Busverbindungen nachgedacht werden. Zuerst einmal aber will der Arbeitskreis die Antworten auf den Fragebögen gründlich auswerten und dann die Finanzierungsmöglichkeiten prüfen. „Damit starten wir nach den Osterferien“, so Jörg Retzlaff.

Schulleiter Stephan Kinder informierte abschließend darüber, dass die Schulrätin anstrebt, an der Grund- und Gemeinschaftsschule ein DaZ-Zentrum (Deutsch als Zweitsprache) einzurichten, damit die Kinder der Flüchtlinge die deutsche Sprache dort lernen können, wo sie später in den normalen Unterricht integriert werden sollen. Derzeit besuchen sie zu diesem Zweck die Ferdinand-Tönnies-Schule in Husum. Dort war ursprünglich nur eine DaZ-Klasse mit 15 Schülern geplant. „Aktuell gibt es an der FTS mehr als 100 DaZ-Schüler. Die Schule muss dringend entlastet werden“, so Stephan Kinder. Die Idee an sich fand Zustimmung, zumal dies die Integration der Kinder im Bereich ihrer künftigen Schule frühzeitig fördern würde – Sport und Musik beispielsweise könnten bereits gemeinsam unterrichtet werden. Damit das Ganze aber funktioniert, seien für das genehmigte Stundenpensum mindestens zwei Lehrkräfte nötig, denn mit nur einer Stelle wäre eine adäquate Betreuung der DaZ-Schüler an allen drei Schulstandorten nicht machbar.






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