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Hoffen auf Fördermittel : Schulsanierung für 3,6 Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Friedrichstadt hofft auf eine Förderung des Landes für die energetische Modernisierung der Gemeinschaftsschule. Der Konrektor stellte dem Schulausschuss die neuen Unterrichtsräume vor, die 460.000 Euro gekostet haben.

Spektakulär war die Tagesordnung für die Sitzung des Ausschusses für Schule, Jugend, Sport und Soziales der Stadt Friedrichstadt nicht, doch der Punkt III „Schulangelegenheiten“ versprach zumindest den Mitgliedern des Gremiums einen Blick in die Dauerbaustelle Schule. Denn Vize-Schulleiter Burkhard Beierlein, gleichzeitig Vorsitzender des Ausschusses, hatte in die Mensa der Gemeinschaftsschule eingeladen. Die Eider-Treene-Schule ist mittlerweile ein Ableger der Tönninger Gemeinschaftsschule, da ihr zu wenig Schülerzahlen für eine weitere Eigenständigkeit vom Kieler Kultusministerium prognostiziert worden war. Mittlerweile allerdings besuchen genau 340 Schüler die Einrichtung. Prognostiziert waren einmal 230. Die Schule werde, so der Konrektor, immer beliebter, insbesondere bei Eltern und Kindern aus dem Stapelholmer Raum.

Bereits Anfang dieses Jahres, als sich abzeichnete, dass wegen der steigenden Schülerzahlen Unterrichtscontainer aufgestellt werden müssen, wagte Bürgermeister Eggert Vogt die Prognose, dass die Mitte der 1970 Jahre gebaute Schule energetisch saniert werden müsse. Die Kosten dafür schätze er auf bis zu zwei Millionen Euro. Damit lag er falsch. Das Schulgebäude ist mittlerweile genau 40 Jahre alt. Es entspricht lange nicht mehr den heutigen Anforderungen. Eine Modernisierung, so teilte Vogt jetzt in der Mensa mit, werde voraussichtlich 3,6 Millionen Euro kosten. Geld, das die Stadt nicht hat.

Der Bürgermeister informierte aber auch, dass es ein Schulprogramm Schleswig-Holstein gebe. Es sei besonders auf Bedarfsempfängergemeinden zugeschnitten. „Ich rechne mir große Chancen aus, dass wir nach und nach Fördermittel erhalten werden.“ Die Stadt ist zwar Träger der Einrichtung im Holländerstädtchen, doch verwaltet wird sie durch die Mutterschule in Tönning. Daher, so erläuterte Vogt, müssten auch alle Anträge auf Förderung von der Stadt Tönning gestellt werden. „Aber die Zusammenarbeit klappt hervorragend, auch wenn jetzt erst die Abrechnungen für das Jahr 2013 eingegangen sind.“ Das wurde vom Gremium süffisant mit der Bemerkung quittiert: „da sparen wir doch ordentlich Zinsen.“

Vorgesehen sei nun, wenn alles klappe, der erste Bauabschnitt für rund 1,33 Millionen Euro bereits im nächsten Jahr. Dabei werde an den Austausch der Fenster gedacht. Dringend erforderlich sei auch die Sanierung des so genannten Schmetterlings, einer speziellen Dachkonstruktion über der Aula. Seit mehr als zehn Jahren, erklärte Beierlein, ließen sich dort nur noch zwei Fenster öffnen, und wegen der speziellen Bauform neige das Dach auch zu Undichtigkeiten. In Bauphase zwei, so Vogt ergänzend, denke man daher auch über den Bau einer Kuppel nach.

Während die Schule energetisch dringend saniert werden muss, zeigt sie sich im Inneren als modern. Gerade in diesem Jahr wurden rund 460  000 Euro in den Bau von drei naturwissenschaftliche n Unterrichtsräume n investieret. Dabei handelt es sich um Physik, Chemie und Biologie, die aber alle multifunktional nutzbar sind. Ausgestattet sind die Räume nach den modernsten Kriterien. So gibt es nicht nur so genannte Whiteboards, großen Bildschirme als Tafeln, sondern auch einen Multifunktionsschirm. Dort ist der Zugriff auf das Internet während des Unterrichts möglich, es können Filme gezeigt werden und wie an herkömmlichen Schultafeln, können bis zu drei Schüler mit einem speziellen Stift auf der modernen „Tafel“ schreiben. Bereits eingeplant sei, so Beierlein, das Schüler mit Tabletts, über den Schirm Zugriff auf das Internet haben, so dass dort der ideale Platz für beispielsweise eine Tablett-Klasse wäre.

Nach der Installation von drei Unterrichstcontainern kann nun auch wieder der vormals in den Werkraum integrierte Textilraum dem Zweck entsprechend genutzt werden. Die Gremiumsmitglieder stimmten der Anmerkung des Konrektors zu, dass das Geld gut angelegt worden sei.

Begleitet wurde die Sitzung und der Schulrundgang von der neuen Schulleiterin der Eider-Treene-Schule. Stephanie Heß ist 43 Jahre alt und hat zum neuen Schuljahr begonnen.

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erstellt am 12.Nov.2015 | 09:30 Uhr

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