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St. Peter-Ording : Schulen bei Eltern beliebt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die beiden Bildungseinrichtungen in St. Peter-Ording freuen sich über eine gute Nachfrage. An der Grundschule sind 50 Erstklässler angemeldet, an der Nordseeschule 81 neue Fünftklässler.

Mit einem Rundgang durch das Nordseegymnasium begann der Schulverband Eiderstedt seine jüngste Sitzung. Direktor Nils-Ole Hokamp, der seit dem Sommer die Nordseeschule (Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil) leitet, machte dabei auf ein paar Schwachstellen aufmerksam. So benötige die Aula einen neuen Teppich, neue Tische und einen Technikraum. Insgesamt müsse der alte Trakt des Gebäudes in der Pestalozzistraße einmal überarbeitet werden, so Hokamp. „Die neuen Räume sind super gut ausgestattet, insbesondere die Fachräume für die Naturwissenschaften.“ Ganz weit oben auf der Erneuerungsliste steht auch das Lehrerzimmer. Es bietet für die 40 Pädagogen nicht genügend Raum zum Arbeiten.

Sehr zufrieden ist Hokamp mit der Zahl der Neuanmeldungen: 81 Jungen und Mädchen werden nach den Sommerferien die fünften Klassen besuchen, 58 im Gymnasium und 23 im Gemeinschaftsschulteil. „Von den 83 Kindern, die zum Schnuppertag kamen, wurden 81 angemeldet, das ist sehr, sehr gut.“

Seit dem 10. Februar ist die Nordseeschule nun DaZ-Schule, es wird also Deutsch als Zweitsprache unterrichtet. Bislang wurde das für weiterführende Schulen in Husum angeboten. Die zwölf Schüler seien in erster Linie Flüchtlingskinder. „Die Jungen sind sehr aufgeweckt, die Mädchen sind sehr schüchtern, weil sie meist noch nie in einer Schule waren“, berichtete Hokamp. Die Kinder seien generell sehr ehrgeizig. Angesichts des gesamten Zuwachses an Schülern, auch vom Internat, machte er auf das Raumproblem aufmerksam. „Wir brauchen irgendwann die Horträume an der Schule im Fasanenweg zurück.“ Derzeit werden sie von der benachbarten Kindertagesstätte für die Betreuung von Grundschülern genutzt. Für die Kita gibt es bereits Erweiterungspläne.

Über eine gute Entwicklung an der Grundschule von St. Peter-Ording berichtete Rektor Boy Möller. Derzeit wird sie von 175 Jungen und Mädchen besucht. Elf Lehrer unterrichten. Er rechne mit rund 50 Erstklässlern nach den Sommerferien. Dank Eltern und Ehrenamtlern können viele Arbeitsgemeinschaften angeboten werden. Stark sei die Schule im Turnen, im Fuß- und Völkerball. Bei der Matheolympiade errang sie den vierten Platz. Dank Streuobstwiese, Imker-AG und Marmeladen-Produktion hat die Einrichtung die zweite Stufe der Zukunftschule erfolgreich bestanden. Der Pausenhof soll bis 2017 erweitert und umgestaltet werden.

Vom DaZ-Zentrum für Grundschüler auf Eiderstedt berichtete die Koordinatorin Merle Noack. 21 Kinder besuchten derzeit die Basisklasse. Es gebe ferner einen Aufbaukursus und eine Integrationsstufe. Nach einem Jahr sollen die Kinder so gut Deutsch sprechen, dass sie in ihren eigentlichen Klassen mitarbeiten können. „Aber tatsächlich vergehen meistens anderthalb bis zwei Jahre“, sagte Merle Noack. Am Sport-, Musik- und Kunstunterricht nehmen die DaZ-Schüler schon vorher teil, da es da weniger auf die Sprache ankommt und sie Gelegenheit haben, Deutsch zu üben.

Auch die Schulassistenz war Thema. Sie soll im Schulverband zum 1. August eingerichtet werden als ein weiterer Aspekt der Inklusion. Das Gremium sprach sich bei einer Enthaltung dafür aus, die Trägerschaft zu übernehmen. Das Argument: Wenn diese beim Land bliebe, hätte der Schulverband keinen Einfluss auf die praktische Umsetzung. Der Schulassistent soll Kindern helfen, sich in der Klassengemeinschaft zu integrieren sowie Regeln und Ordnung zu lernen. Er soll die Lernbedingungen verbessern.

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erstellt am 08.Apr.2016 | 11:00 Uhr

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