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Husumer Nachrichten

24. August 2017 | 03:51 Uhr

Tönning : Schule wird erweitert

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Stadtvertretung folgt dem Beschlussvorschlag des Hauptausschusses bei einer Gegenstimme.

Eigentlich sollte alles klar gewesen sein, denn in der Hauptausschuss-Sitzung der Stadt Tönning vor wenigen Tagen hatten die Mitglieder, wie berichtet, einstimmig pro Erweiterungsbedarf und –bau an der Eider-Treene-Schule und der damit verbundenen Architektenausschreibung sowie Akquirierung von möglichen Fördermitteln gestimmt. Bei einer Gegenstimme folgten nun die Stadtvertreter in ihrer jüngsten Sitzung der Empfehlung.

Friedrich Busch (CDU) hatte vor der Abstimmung erklärt: „Ich werde, anders als meine Parteigenossen, als ein Zeichen für die Meinung vieler Bürger dagegen stimmen.“ Er schaue dabei erneut auf den Schuldenberg der Stadt, den er bei derzeit weiteren kostenträchtigen Projekten auf die 50 Millionen Euro zurasen sehe. Er weise einmal mehr darauf hin, dass die Gemeinschaftsschulen im Nachbarkreis Dithmarschen aufrüsteten. Die Gefahr sei, dass Tönning eines Tages nicht mehr der noch bevorzugte Standort sei.

Stefan Runge (SPD) wies darauf hin, dass die Prognosen bundesweit anders aussehen. Die Schülerzahlen würden sogar steigen. Außerdem würde mit dem Anbau an die Eider-Treene-Schule ein weiteres Qualitätssignal gesetzt. Dass die Ausbildung der Schüler ohnehin auf höchstem Niveau erfolge, habe der erste Abiturjahrgang mit allerbesten Abschlussnoten bewiesen. „Wir stärken den Standort Tönning damit und sichern Qualität“, so Runge.

Bürgervorsteher Jan Diekmann informierte, dass für den nächsten Jahrgang der Sekundarstufe II 60 Schüler angemeldet wurden, mehr als erwartet. Die fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe Schulentwicklung habe nach sechsmonatiger Arbeit ein gutes Konzept für die Weiterentwicklung der Schule erarbeitet (wir berichteten). Damit werde man dem erhöhten Raumbedarf für die Sekundarstufen I und II gerecht.

Einstimmig segnete das Gremium die Empfehlung der Mitglieder des Schul- und Sportausschusses ab, wonach für den Neubau und die Sanierung der Sporthalle an der Grundschule am Ostertor die Ausschreibung der Architektenleistungen erfolgen soll. Mögliche Fördermittel soll die Verwaltung generieren. Ausschlaggebend war, wie berichtet, die Tatsache, dass das Platzangebot dem heutigen Standard nicht gerecht wird und der bauliche Zustand nicht mehr der beste ist. Ebenso einmütig gab es grünes Licht, den Sportplatz an der Friedrichstädter Chaussee mit einer Tartanbahn sowie mit Sprunggrube aufzuwerten. Auch diesbezüglich hatte der Fachausschuss Bedarf festgestellt (wir berichteten).

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