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Es geht um die Eigenständigkeit : Schülerzahlen sorgen für Zoff

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Kreis und Rantrum nutzen unterschiedliche Berechnungsformeln für die Ermittlung der Schülerzahlen der Grundschule. Nun hat das Schulamt zugesagt, seine Berechnungen zu überprüfen.

Schulausschuss-Sitzung einmal anders – in Form eines Workshops. Das kam sehr gut an. Neben dem siebenköpfigen Ausschuss unter Leitung von Hans-Jürgen Becker (FDP) nahmen auch Rektorin Karin Maas und ihre Stellvertreterin Margit Schmaljohann teil. Lob gab es bereits beim ausgedehnten Rundgang durch das Schulgebäude. Neu eingerichtet ist die Lehrerküche, sehr gut ausgestattet der große Musikraum, der auch als Aula genutzt wird. Zwölf neue Rechner stehen im PC-Raum, es wurden 6600 Euro investiert. Hell und freundlich – und durch poppige Gardinen bereichert – - erscheint der Aufenthaltsraum, in dem die nachmittags betreuten Kinder auch ihre Mahlzeiten einnehmen.

Verärgert äußerte sich Becker zu Beginn der Zusammenkunft: „Mich stört es, dass wir immer wieder neu anfragen müssen hinsichtlich des eigenständigen Weiterbestehens unserer Schule. Wir haben festgestellt, dass mit verschiedenen Zahlen gearbeitet wird. Wenn das Schulamt von 79 Schülern ausgeht, wir aber von 89, dann fragt man sich, wer da nicht zählen kann.“ Bürgermeister Horst Feddersen (SPD) berichtete dazu: „Wir waren bei Schulrätin Astrid Finger – und sie hat uns erklärt, dass die Kreiszahlen auf der Fortschreibung ehemaliger Zahlen basieren. So haben sie es früher in der DDR auch gemacht. Die Schulrätin will die Zahlen überprüfen. Fakt ist, dass die Zahl zählt, die wir hier an der Schule haben.“ Für das Schuljahr 2017/18 listet das Amt 66 Kinder auf – die Gemeinde 83. Für das Schuljahr 2018/19 sind es beim Kreis 60, bei der Gemeinde 87.

Ende Juli geht Rektorin Karin Maas in den Ruhestand. „36 Jahre meines 40-jährigen Lehrerdaseins habe ich hier in Rantrum verbracht“, sagte sie. Für die Nachfolge wird eine öffentliche Ausschreibung angestrebt. „Wir haben ein tolles Gelände und müssen wegkommen vom Naturunterricht, der nur noch vom Arbeitsblatt stattfindet. Es ist ganz wichtig, dass Kinder im wahrsten Sinne des Wortes begreifen können“, stellte Karin Maas fest. Die stellvertretende Rektorin, Margit Schmaljohann , regte an: „Wir würden gerne Eltern aus Oldersbek und Winnert einladen, um ihnen die Einrichtung zu zeigen.“ Der Bürgermeister erinnerte daran, „dass wir das vor fünf Jahren schon einmal erfolgreich gemacht haben“. Michael Franzke betonte: „Herausragend war eigentlich immer die Identifikation der Eltern mit der Einrichtung. Es ist wichtig, dass die Schule mit ihren Schülern ins Dorf geht und sich dort zeigt. Also raus aus den Unterrichtsräumen und rein in den Ort.“ Vorsitzender Hans-Jürgen Becker erinnerte an „erfolgreiche Aktionen wie die Wichtelparade und den proppevollen Schul-Weihnachtsbasar“. Lob der Rektorin: „Von unserem Förderverein haben wir viele Geräte bekommen.“ Erfolgreich sei der Einsatz der „Pausendetektive“. Sie achten darauf, dass sich kein Kind im Gebäude verdrückt. Betreuerin Marion Michalski berichtete, dass zurzeit zwölf Kinder wunschgemäß an jeweils drei oder fünf Wochentagen bis 14 oder 17 Uhr betreut werden“.

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