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Jugendspiele in der Natur : Schüler wetteifern im Lehmsieker Forst

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

135 Mädchen und Jungen aus Schwabstedt, Ostenfeld, Friedrichstadt und Husum messen sich an 14 Stationen. Die seit den 1990er Jahren stattfindende Veranstaltung wurde diesmal von der dänischen Schule ausgerichtet.

Nun ist er gefunden – der Fuchsdachsmarder. Es gibt ihn wirklich. Jedoch nur im großen Lehmsieker Forst bei Schwabstedt.Und auch nur an einer ganz bestimmten Stelle. Es ist ein Ort an dem seltene Tierkombination zusammengestellt werden können. Große Holzbausteine werden gedreht und ausgewählt: den Kopf vom Dachs, den Bauch vom Marder und den buschigen Schwanz vom Fuchs. Und noch etwas ist ganz wichtig: Er trägt eine Brille. Denn Brille ist derzeit angesagt. Und mit Brille sieht er auch besser.

An den Jugendwaldspielen nahmen wieder 135 Viertklässler der Herzog-Ulrich Schule Schwabstedt, der Otto-Thiesen-Schule Ostenfeld, der Grundschule Friedrichstadt und der dänischen Hans-Helgesen-Skolen Frederikstad teil. Auch die fünfte und sechste Klasse – der Husumer Rungholtschule war dabei. Die beliebte Veranstaltung, die seit Mitte der 1990er Jahre stattfindet, wird im Wechsel ausgerichtet. Diesmal war die dänische Schule dran. Die Begrüßung nahm der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Hans-Jürgen Mewes, vor – unterstützt von seinen Vorstandskollegen Heinz-Otto Hansen und Ernst Honnens. Seitens der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten nahm Claus Löhr-Dreier aus Idstedtwege teil. Eine finanzielle Zuwendung kam von den VR-Banken.

Der Waldboden war trocken, die hohen Bäume im Forst bildeten ein herrliches Blätterdach. „Gummistiefel sind nicht vonnöten, denn wir wollen ja nicht durchs Moor“, sagte der pensionierte frühere Forstoberamtsrat Christoph Rabeler. 14 Stationen waren zu bewältigen. Die Klassen starteten nach dem Jagdhornsignal von Heinz-Otto Hansen an jeweils unterschiedlichen Stellen: Tannenzapfen-Zielwerfen, Waldthron, Sägen, zehn Dinge finden, die nicht in den Wald gehören, Brötchen und heiße Würstchen verteilen und essen. Denn:„Ohne Verpflegung keine Bewegung“, reimte Heinz-Otto Hansen. Viel Spaß hatten die Schüler dann an jener Station, an der ganz eigene Tiersorten kreiert werden konnten.

Natürlich sollten die Tiere dabei auch so zusammengesetzt werden, wie sie in der Natur vorkommen. „Welche Frucht gehört zu welchem Blatt?“, fragte Nadine Koop an der nächsten Station. Amtswehrführer Tim Petersen aus Seeth beteiligte sich und schwang die Harke beim Weitsprung. Am Ende durften alle auf dem Waldthron Platz nehmen und dann ging es wieder gen Heimat.


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erstellt am 12.Sep.2014 | 14:30 Uhr

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