Eider-Treene-Schule in Tönning : Schüler versuchen sich als Kaufleute

Die Wirtschaftsjunioren lobten die Schüler für ihre Ideen.
Die Wirtschaftsjunioren lobten die Schüler für ihre Ideen.

Tönninger Zwölftklässler entwickeln in sieben Teams Businesspläne – der Sieger Fru4you entwickelt und vertreibt Smoothies in der Region.

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13. Dezember 2017, 16:30 Uhr

Tönning | Die Eider-Treene-Schule und die Wirtschaftsjunioren Nordfriesland hatten dazu aufgerufen, „zündende“ Businesspläne zu erarbeiten – und das mit großem Erfolg: Im Vorjahr gingen fünf Schülerteams der zwölften Klassen an den Start – diesmal waren es sogar sieben. Einige Monate lang hatten die Schüler der Klassen 12 a und 12 b dazu im Wirtschafts-Politik-Unterricht unter Leitung ihrer Fachlehrerin Christine Jennrich Produkte und Dienstleistungen ausgetüftelt, die Aussicht auf Erfolg haben. Sieben Teams mit jeweils fünf bis sechs Schülern hatten sich beteiligt. Die Wirtschaftsjunioren hatten das Projekt ab September begleitet und waren vier Mal in der Schule zu Gast.

„Wir haben ein supergroßes Interesse festgestellt“, lobte Vorsitzender Timo Viertel. „Die Schüler haben sich viele Gedanken gemacht – und einige werden ja auch tatsächlich mit ihrem Projekt starten.“ Einen Vormittag lang stellten die Teams nun ihre Ausarbeitungen vor. Die Jury zeigte sich durchweg begeistert. Unter Leitung von Timo Viertel verfolgten Tim Clausen, Renke Ulonska, Daniel Krützfeld sowie Wipo-Fachbereichsleiterin Britta Lenz und Fachlehrerin Christine Jennrich die Ausführungen gespannt.

Die Gruppe Friesenherz beschäftigte sich mit Moden, bei Study Guide ging es um eine App für Schüler und eine Schülerbibliothek, Cookpit ist als eine Art Kochschule konzipiert, Diclaro ist als Schüler-App zu verstehen, auf der Stunden- und Vertretungspläne zusammengefasst werden könnten. Schülerjob ist als eine Angebots- und Nachfrageplattform konzipiert, auf der Schüler sowohl einen Job suchen, als auch Firmen einen Job anbieten können. Das sechsköpfige Team würde sein Projekt in Schulen auf Eiderstedt und vor allen Dingen auch im Internet vorstellen. Der Umsatz würde dabei je nach Jahreszeit variieren.

Lob von Jurymitglied Renke Ulonska: „Eine gute Idee. Ich habe selber einen Garten und würde das nutzen. Man muss bloß wissen, dass so etwas angeboten wird.“ Christine Jennrich empfahl die Entwicklung eines Flyers, der dann an alle Haushalte verteilt werden könnte. Ihre kritische Anmerkung: „Ist das da Paris auf dem Hintergrundfoto? Das wäre aber besser durch ein regionales Bild zu ersetzen.“ Lob vom Vorsitzenden Timo Viertel: „Eine Super-Idee – und ihr habt ja auch vor, so etwas wirklich zu machen.“ Das Team Schultüten brachte sich ebenfalls mit einer schönen Idee ein – nämlich diese Schultüten doch einmal selbst und ganz individuell zu gestalten. Schließlich Fru4you: Die sechsköpfige Gruppe stellte ihre Planungen anhand einer sogenannten Swot-Analyse vor. Das englische Akronym Swot entsteht dabei durch die Anfangsbuchstaben der Abkürzungen Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats. Es dient – frei übersetzt – der Positionsbestimmung und Strategieentwicklung von Unternehmen sowie Organisationen. Das Konzept „Herstellung und Vertrieb von Smoothies in Flensburg, Husum und St. Peter-Ording“ ging vor Ort auf – und gereichte dem Team schließlich zum Siegerplatz.

Jurymitglied Tim Clausen: „Eine runde Sache“ , also ein dickes Lob für die Teammitglieder Anna Thordsen, Kerstin Wolff, Mirco Theede, Manuel Castro, Raphael Gertz und Yannick Jacobs. Lob gab es abschließend von allen Seiten und von Timo Viertel je einen Scheck über 200 Euro für die Klassen 12 a und 12 b.

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