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Moderner Unterricht : Schüler fit in der Computer-Welt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Hattstedt lässt sich die Umsetzung eines neuen Medienkonzeptes 20.000 Euro kosten. Alle Klassenzimmer werden mit Computern und Laptops ausgerüstet. Der Schulverband beteiligt sich an der Finanzierung.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2013 | 17:00 Uhr

Ein Stück weit moderner und dem Bildungsauftrag gerechter wird sich die Jens-Iwersen-Schule in Hattstedt künftig präsentieren. Die Mitglieder des Schulverbandes gaben grünes Licht für die Umsetzung eines Medienkonzeptes für die Grundschule. Praktisch bedeutet das: Es werden in jedem Klassenraum zwei feste Computer installiert sowie zusätzlich sogenannte Access-Points, an die jeweils acht Laptops pro Raum drahtlos angeschlossen werden können. „Die Vernetzung mit dem Internet und die Integration von PC im täglichen Unterrichtsgeschehen wird immer wichtiger. Das ist ein gutes Konzept“, lobte Schulverbandsvorsteherin Christel Schmidt. Nach groben Schätzungen dürften die Investitionskosten inklusive Verkabelung etwa bei 20.000 Euro liegen. Verbandsmitglied Stefan Nissen erklärte sich als Computer-Experte bereit, sich noch einmal intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Vor allem will er abklären, was genau installiert werden muss, um unnötige Kosten von vornherein auszuschließen. „Fördermittel gibt es leider nicht für das Projekt. Ich freue mich, dass der Schulverein uns eine Unterstützung zugesagt hat“, informierte die Verbandsvorsteherin.

Schulleiterin Bärbel Ebsen erläuterte: „Es gibt nicht mehr, wie früher üblich, den klassischen PC-Unterricht. Heutzutage geht es um den möglichst direkten Zugriff auf das fast unbegrenzte und verfügbare Wissen.“ Die Kinder würden während des Lernprozesses erfahren, wie der Computer als sinnvolle Ergänzung genutzt werden kann, beispielsweise für spezielle Mathe-Aufgaben oder zum Recherchieren von Fremdwörtern oder allgemeinen Daten. Das rege die Kinder zu mehr Selbstständigkeit an.

Einstimmigkeit herrschte bei der Entscheidung für die Anschaffung einer Kehrmaschine im Wert von rund 3000 Euro. Damit können zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, denn das Gerät ist für das Entfernen von Laub sowie Schnee gleichermaßen geeignet.

Zum Thema Schulsozialarbeit erklärte die Verbandsvorsteherin: „Ich hoffe, Bund und Land lassen uns nicht allein.“ Hintergrund: Die 50-prozentige Förderung durch Vater Staat läuft nach dem Ende des Schuljahres 2014 aus. Grundsätzlich sei Sozialarbeiterin Monika Meier – seit August 2012 im Auftrag des Diakonischen Werkes, aktiv – nicht mehr aus dem Schulalltag wegzudenken. Die Pädagogin habe sich großes Vertrauen zu Kindern, Eltern und dem Lehrer-Team erworben. „Das Aufarbeiten von Konflikten im Anfangsstadium gelingt hervorragend“, so Schmidt. Grundsätzlich war sich das Gremium einig, die Finanzierung notfalls selbst und mit Hilfe der Mitglieds-Kommunen Hattstedt, Hattstedtermarsch und Wobbenbüll zu wuppen. „Das wäre zwar eine harte Nummer, aber wichtig“, so Schmidt. Sie verstehe nicht, weshalb das Thema in Deutschland so stiefmütterlich behandelt werde. In Nachbarländern sei Schulsozialarbeit selbstverständlich und gehöre auch in finanzieller Hinsicht zu den gesetzlichen Aufgaben.

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