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Zukunftsvisionen : Schüler entdecken ihre Stadt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Vorschläge für die Zukunft Friedrichstadts stellten Jungen und Mädchen der Eider-Treene-Schule beim Tag der offenen Tür vor. Unter anderem nahmen sie den Rosengarten unter die Lupe.

Was muss sich verändern oder was muss neu aufpoliert werden, damit Friedrichstadt attraktiver wird und es so zu einer Belebung des Holländerstädtchen kommen kann? Seit geraumer Zeit beschäftigt sich nicht nur die Politik mit diesem Thema. Seitdem das Projekt Zukunftsstadt 2030 ausgerufen wurde, bringen sich zahlreiche Bürger mit vielen Ideen und Vorschlägen ein, um die Vision einer pulsierenden Stadt mit Leben zu füllen. Auch die Schüler der Eider-Treene-Schule haben beeindruckende Akzente gesetzt. Am Tag der offenen Tür konnten sich die Besucher von den praktischen Vorschlägen überzeugen. Friedrichstadt in Kleinformat aus der Vogelperspektive auf 20 Quadratmeter war eines der Projekte, die von den 150 Schülern der Klassen fünf bis sieben in wochenlanger Arbeit hergestellt wurden.

Im Technikraum beispielsweise beschäftigte sich Lehrer Heiko Braun zusammen mit 16 Schülern mit den zahlreichen Brücken der Stadt. Bevor sie sich für die Nachbauten ans Werk machten, besuchte die Technikgruppe die einzelnen Bauwerke, fotografierte sie von allen Seiten und dokumentierte den Ist-Zustand. Insbesondere die stählerne Eiderbrücke nahmen sie unter die Lupe und besichtigten dabei den Maschinenraum des schwenkbaren Ungetüms. Auch die Blaue Brücke und die zahlreichen Steinbrücken entlang der Grachten nahmen sie ins Visier. „Bei diesem Zukunftsprojekt geht es unter anderem auch darum, Altbewährtes zu erhalten und wieder in den rechten Blickwinkel zu setzen“, so Braun. Es müsse nicht immer etwas Neues geschaffen werden. Und dabei verwies er auf die Eiderbrücke, die seiner Einschätzung nach so heute nicht mehr gebaut werden würde. 100 Jahre ist sie inzwischen alt. Das soll in diesem Jahr mit einem Brückenfest gefeiert werden. Nach diesen informellen Besichtigungen ging es im Unterricht an die Arbeit. Eine Woche lang stellten die Schüler Berechnungen an, brachten ihr Projekt zu Papier, bevor sie mit Holz und Stahlseilen zahlreiche Brücken nachgebauten. Für viele Schüler dieses Projektes war diese Aufgabe eine besondere Herausforderung. „Die meisten hatten noch nie an einem Technikunterricht teilgenommen“, berichtete der Pädagoge. Um so mehr war er am Ende erstaunt über die gelungenen Werke. Zu den Schülern gehörten auch der elfjährige Luka und der zwölfjährige Morten. Vieles von dem, was sie während des Technikprojektes erfuhren, war ihnen bis dahin unbekannt. „Mit diesem Hintergrundwissen sieht man die Bauwerke und somit die Stadt mit anderen Augen“, betonten die beiden Schüler. Und dadurch habe diese Form des Unterrichts sehr viel Spaß gemacht.

Aber auch mit dem so genannten Rosengarten beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe. So nahmen die Lehrkräfte Susanne Paulsen und Andrea Todt mit zahlreichen Schüler diesen ehemaligen und jetzt trostlos daniederliegenden Park kritisch ins Visier. „Dieses Gelände hat in diesem kahlen Zustand den Namen Rosengarten nicht verdient“, sagte Paulsen. Doch geht es nach dem Willen der Schulkinder, soll sich das ändern. Mit Kameras und Handys bewaffnet, inspizierten sie das Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft zum Badestrand und zur Jugendherberge. Mit unzähligen Fotos wurde der derzeitige Zustand dokumentiert und im Unterricht ausgewertet. Auf jeden Fall sollten wieder Rosen und andere Blumen das Bild beherrschen, war die einhellige Meinung unter den Schülern. Auch ein Kiosk und mehrere Sitzecken sollten eingerichtet werden. Zu den Vorschlägen gehörte auch ein Fitness- und Skulpturenpark sowie ein Klettergerüst. „Es wäre schön, wenn dieses Gelände wieder als eine Begegnungsstätte für Jung und Alt genutzt und den Namen Rosengarten zu Recht wieder tragen könnte.“ Mit einem Modell stellten die Jungen und Mädchen ihre Vorschläge anschaulich dar.


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